Donnerstag, 30. April 2009

Vielleicht verwandelt sich ja ein Frosch in einen Märchenprinz?!

Als es darum ging, eine Idee zu finden, wie wir etwas für die nachhaltige Entwicklung tun könnten, viel uns das zu beginn ziemlich schwer...! Wir diskutierten lange herum und kamen schliesslich auf die super Idee, dass wir Frösche über die Strasse tragen wollten. In einem Naturschutz von Untereggen gab es diese Möglichkeit und so machen wir uns an diesem Morgen auf nach Untereggen.

Zu beginn hatte ich schon ein wenig ein "mulmiges" Gefühl, da Frösche und Kröten nicht gerade zu meinen Lieblingstieren zählen. Doch mit der Zeit legte sich dieses Gefühl da es so viele Frösche und Kröten gab, die wir über die Strasse tragen konnten.
Durch die zuständige Person konnten wir zusätzliche Informationen über Frösche und Kröten erhalten, die mir sehr nützlich für die Zukunft sind.

Was hat nun Frösche einsammeln mit Nachhaltiger Zukunft zu tun? Auf der einen Strassenseite gibt es einen Weiher. In diesem Jahr laichen mehrere 1000 Frösche im Jahr. Frösche und Kröten befinden sich jedoch immer auf Wanderschaft und müssen somit nach dem Laichen wieder die Strasse überqueren. Obwohl auf dieser Landstrasse nicht viel Autos durchfahren, lagen jeden Morgen bis zu 40 Frösche überfahren auf der Strasse. Somit kam die Idee auf, am Rande der Strasse ein Band zu spannen, damit die Frösche nicht mehr über die Strasse gehen können. Bei den Banden hat es in den Boden eingebaute Eimer, wo die Frösche und Kröten dann hineinfallen. Jeden Morgen kommen freiwillige Helfer/innen und tragen die Frösche und Kröten über die Strasse. Somit überleben jedes Jahr viele Frösche und müssen nicht durch einen tragischen Tod sterben. Frösche und Kröten sind für den Weiher lebenswichtig. Sie schaffen einen Ausgleich und schauen, dass die biologischen Ressourcen im Gleichgewicht bleiben. Wenn es also keine Frösche und Kröten mehr geben würde, wäre das Gleichgewicht nicht mehr vorhanden. Somit denke ich, haben wir für uns eine kleine Tat getan, was jedoch grosse Auswirkungen auf das Ökosystem hat.

Petra Mauchle LG06d/C

Mittwoch, 29. April 2009

Fotodokumentation





Dokumentation in Bildern




Quak, quak!!!

Frosch, Frosch, Frosch, Kröte, Frosch, Kröte, Kröte... So ertönte es diesen Morgen aus unseren Mündern, als wir gemeinsam unser Projekt zur Nachhaltigkeit realisierten.
Wir sammelten in einem Naturschutzgebiet von Untereggen Amphiebien ein. Amphiebien wandern jeweils mehrere hundert Meter oder Kilometer zu ihren Laichplätzen, oft müssen sie dabei gefährliche Strassen überqueren. Zum Gebiet gehört ein grösserer Weiher, der als Amphiebienlaichplatz von nationaler Bedeutung gilt. Da es auch in der Nähe des Weihers viel befahrene Strassen gibt, werden die Wanderwege der Frösche systematisch abgeriegelt und die Tiere aufgefangen. Danach von Hand eingesammelt, gezählt und schlussendlich über die Strasse getragen, wo sie wieder frei gelassen werden. Dieser Arbeit widmeten wir uns diesen Morgen.

Nebst den Erfahrungen dieses spannenden Erlebnis, konnten wir auch viele interessante Informationen aus erster Hand mitnehmen. Die zuständigen Personen, die uns anleiteten, beschäftigen sich schon seit Jahren (an dieser Stelle seit 30 Jahren!) leidenschaftlich mit Amphibien und haben ein dementsprechend grosses Wissen, von dem sie uns sehr gerne erzählten.

Das Projekt steht unter dem Wort Nachhaltigkeit. In welchem Zusammenhang sehe ich unseren Beitrag, unsere Arbeit zur Nachhaltigkeit? Um den Weiher führt eine Schotterstrasse zu zwei Bauernhöfen. Diese ist, ausser für Anwohnerinnen und Anwohner, während der Froschwanderschaft, vor allem nach dem Eindunkeln, gesperrt. Dennoch liegen an einem Morgen bis zu 40 überfahrene Kröten auf diesem Weg. Dafür genügen zwei Autos, die diese Strasse befahren. Dies ist ein klitzekleines Beispiel dafür, wie der Mensch der Natur Schaden zufügt. Es gibt tausende weitere Beispiele... Wir haben heute vielleicht knapp 300 Frösche und Kröten sicher über die Strasse transportiert. Eine klitzekleine Tat, aber ich bin überzeugt, dass viele kleine Taten, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit ergeben!
Hier besteht die kleine Tat darin, die Population der Frösche und somit die Biodiversität zu schützen.

Fadrina Denoth, LG06d

Samstag, 18. April 2009

Nachtrag

Ich habe Ihre Weblogprotokolle überprüft - sie sind alle in Ordnung.
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle

Feedback

Liebe Studierende, die grosse Vielfalt von Erfahrungen, die durch einen einfachen Auftrag zustande gekommen sind, beeindrucken mich. Insbesondere wird aus Ihren Beiträgen deutlich, wie wichtig solche Erfahrungen sind, um die Natur überhaupt wahrzunehmen. Dies gilt nicht nur für die Natur, sondern für alles, was einen umgibt. Achtsamkeit umfasst alles, es ist eine Art Lebenskunst. Dass das Leben dann plötzlich viel intensiver wird, obwohl sich äusserlich nichts Spektakuläres ereignet, haben wohl alle von Ihnen erlebt, sei es, dass Sie beim genauen Hinhören ganz viele Geräusche im Wald gehört haben, sei es der Geruch, die Veränderung eines Biotops im Lauf der Jahre... Mit allen Sinnen wahrnehmen, das hat viel mit Achtsamkeit zu tun und mit einer Intensität des Lebens. Ich weiss, dass häufig die Zeit knapp ist, der Stress gross, aber braucht Achtsamkeit wirklich mehr Zeit? Sehr deutlich ist geworden, dass die Verbundenheit mit der Natur die Grundlage ist für nachhaltiges Handeln. Diese bringen Kinder nicht selbstverständlich von zu Hause mit, oder immer weniger. Darum ist sehr wichtig, Kindern genau diese Erfahrungen zu ermöglichen, die Sie durch diesen Auftrag gemacht haben. Schön, wenn dies eine nachhaltige Erfahrung bleibt!
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle alias mikesch