Donnerstag, 19. März 2009

Stressfrei

Ich habe den ganzen Tag an der Bachelorarbeit gearbeitet und das Bedürfnis nach frischer Luft ist stetig gestiegen. In meine Turnschuhe geschlüpft und die Jacke gepackt bin ich nun unterwegs in den nahe gelegenen Wald. Frischer Abendwind streicht um mein Gesicht und durchkämmt meine Haare. Vereinzelt höre ich Vogelstimmen und in der Ferne höre ich die Steinach rauschen. Ich atme tief durch. Es riecht nach Frühling. Ich fühle mich gut. Schon sehe ich den Wald, der sich langsam wieder zu einem dichten Grün entwickelt. Ich bin zufrieden mit meiner heutigen Arbeit und geniesse nun die Ruhe, die sich immer mehr von der Umgebung auf mich überträgt. Diese Stille beruhigt und gibt Geborgenheit. Ich habe Zeit nachzudenken und gleichzeitig auch von den täglichen Problemen Abstand zu nehmen. Die Natur hat ihre eigenen Regeln und alltäglichen Zwänge und Vorschriften verlieren ihren Wert. Ich fühle mich frei von Einschränkungen und Zurechtweisungen. Das Gefühl nur ein kleiner Teil des Ganzen zu sein, lässt mir meine Sorgen aus dem Alltag kleiner erscheinen und manchmal sogar vergessen.
Die Natur kann Kraft oder einfach nur Freude schenken und Staunen verursachen. Bei mir hat vor allem das Staunen Einfluss auf mein Verhalten bezüglich nachhaltiger Zukunft. Ich möchte nicht, dass diese Wunder der Natur, kaputt gehen oder verschwinden.
In unserer Zeit, in der Schnelligkeit und Stress immer mehr forciert wird, sind Orte der Ruhe sehr wichtig. Der Lebensstandard in Städten steigt, sobald es Grünbereiche (Natur) in der Nähe gibt, welche leicht zu erreichen sind. Das zeigt, wie wichtig uns die Natur ist. Und dazu will ich / sollen wir Sorge tragen.

Susanne Bühler 06Cd

Musik in meinen Ohren

Für diesen Auftrag, ging ich eine Stunde im Wald spazieren. Es isch schon erstaunlich, wie viel man hört, wenn man genau hinhört! Vor allem die vielen verschiedenen Vögel, sind eine wahre Freude für mein Gehör! Aber auch das Rascheln der Blätter, verursacht durch den Wind, lässt mein Herz höher schlagen! Von weit her, hörte ich sogar noch das Plätschern eines Baches.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, was die Natur zu stande bringt. Die schönsten Farben, Formen und Geräusche dieser Welt findet man nach wie vor in der Natur selber. Es ist deshalb umso wichtiger, dass wir uns um sie kümmern, so dass sie nie verstummen wird.
Was ich auch noch gerne mache, ist auf eine Wiese liegen und in den Himmel starren. Ziehen Wolken daran vorbei, sind der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Noemi Frick LG06C

Mittwoch, 18. März 2009

Mittwoch, 18. März

Spaziergang zum Biotop

Letzten Sonntag fragte mich mein Vater, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm wieder mal ins Biotop Espel zu gehen. Ich war schon sehr lange nicht mehr dort und darum dachte ich mir, "warum nicht"! Gleichzeitig konnte ich diesen Spaziergang gut für meine Blogarbeit gebrauchen:-).

Das letzte Mal, als ich dort war, war vor ungefähr 3 Jahren. Darum war ich umso mehr gespannt, was mich dort erwartete. Und tatsächlich sah das Biotop ganz anders aus, als ich es in Erinnerung hatte. Da das Biotop an einem schattigen Ort liegt, gab es noch ganz viel Schnee. Das Wasser war beinahe bis zum Grund gefroren. Ich war sehr überrascht, so viel Schnee und Eis dort anzutreffen. Bei uns im Dorf kann man beinahe kein Schnee mehr sehen, weil es schon zu warm ist. An diesem Ort kam man sich wie in einem Märchen vor.
Um mit mehreren Sinnen wahrnehmen zu können, habe ich die Augen geschlossen. Ich habe den Geruch des Biotops in mich aufgesaugt und es hat ganz speziell gerochen. Noch nicht nach Frühling, sondern wirklich noch nach Winter. Ich konnte auch noch keine grossen Geräusche ausmachen. Die Vögel sind noch nicht beim Biotop angekommen.

Als ich so da stand mit geschlossenen Augen, fühlte ich mich sehr wohl, befreit und unheimlich glücklich. Diese frische Luft hat mir unheimlich gut getan. Ich habe mir dann so überlegt, was wäre, wenn ich in einer riesen Stadt leben würde und es diese frische Luft nicht mehr geben würde? Ich könnte es mir nicht vorstellen...! Es ist mir unheimlich wichtig, diesen unberührten Platz so zu erhalten, wie er ist. Ich muss gestehen, dass ich nicht sehr oft an der frischen Luft bin. Bleibe gerne zu Hause... doch dieser Spaziergang hat mir wieder mal gezeigt, wie gut es meiner Seele tut, an die frische Luft zu gehen und in Stille die Natur geniessen zu können.

Petra Mauchle LG06d/C

Montag, 16. März 2009

Auftanken in der Natur

Woher soll ich mir – wo doch die Zeit sowieso mehr rennt als geht - jetzt auch noch die Zeit nehmen, um mich eine Stunde alleine in die Natur zu setzen? – Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, der beim Durchlesen dieses Wochenauftrages solche, oder zumindest ähnliche Gedanken durch den Kopf schwirrten.

Da mir heute jedoch ein freier Nachmittag gegönnt war und zudem die Sonne so herrlich schien, habe ich mir bereits heute die Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang genommen. Der Weg führte mich den Hügel hinauf bis zum Waldrand, wo ich auf einer Bank für ein paar Minuten die Aussicht auf den See genoss. Bei diesem Anblick und beim bewussten Wahrnehmen der Umgebungsgeräusche fühlte ich mich irgendwie ein Stück freier als üblich. So ganz alleine zu sein, von niemandem beobachtet zu werden und stattdessen auf die Wohnhäuser hinunterzublicken war irgendwie ein tolles Gefühl. Ich fühlte mich sofort viel stärker mit der Natur verbunden. Die Menschen da unten erschienen plötzlich so klein. Das einzige, was mich gerade störte, waren die Fahrzeuge, die auf der Autobahn nicht weit entfernt von mir vorbeibrausten.
Eigentlich schon erstaunlich was das Zurücklegen von nur ein paar Hundert Metern auslösen kann. In solchen Momenten bin ich jeweils besonders dankbar dafür, dass es noch solche Orte zum Auftanken in der Natur gibt. Gleichzeitig wird mir aber bewusst, dass jeder einzelne Mensch etwas tun muss, um diese Natur so zu erhalten.

Nach der Rückkehr von meinem Spaziergang kann ich vor allem mit einem Ratschlag an meine Mitstudentinnen und Mitstudenten gelangen: nehmt euch die Zeit – trotz Bachelorarbeit-Stress und Ähnlichem – vielleicht lohnt es sich, und auch eure Batterien werden von der Natur wieder etwas geladen.

Ursina Landolt, LG06Cb

Sonntag, 15. März 2009

Ich wünsche mir...

Diese Woche machte ich einen Spaziergang an der Mündung des Alten Rheins in den Bodensee. Die Gegend ist mir sehr vertraut und mit vielen Erinnerungen verknüpft. Wenn ich dort bin, am Seeufer entlang gehe, meinen Blick über die Wasseroberfläche gleiten lasse und das vertraute Geräusch der an das Ufer schwappenden Wellen höre, dann kann ich meistens gar nicht anders, als „mit allen Sinnen“ dabei zu sein. Am Seeufer komme ich immer wieder zur Ruhe und kann wunderbar nachdenken oder mich einfach gehen lassen. Auch dieses Mal war es nicht anders. Es ist fast unmöglich zu beschreiben, was einem diese Augenblicke bringen. Ich glaube, man muss es einfach erfahren und spüren, damit man weiss, was dieses Gefühl auslöst.
Ich fühle mich auf jeden Fall sehr stark mit der Natur verbunden und mir wird jedes Mal bewusst, wie ich den Aufenthalt in der Natur in meinem Alltag brauche. Meine Bemühungen zu einem Handeln für eine nachhaltige Zukunft haben auf jeden Fall mit diesem Bewusstsein zu tun. Ich glaube aber nicht, dass die Menschen schon bereit sind etwas für die Natur zu tun, wenn sie ihnen am Herzen liegt. Ich glaube sie müssen auch sehen, dass es ihr schlecht geht und dass sie zerstört wird. Und am allerwichtigsten ist, dass sie verstehen, dass es auch ihnen schlechter gehen wird. Je mehr einem diese Abhängigkeit bewusst ist, umso mehr tut man etwas dafür…
Ich wünsche mir, dass viele Menschen ganz oft an einem See entlang spazieren!

Fadrina Denoth LG06Cd

Freitag, 13. März 2009

Achtsam sein

Freitag der 13. März

Ich habe mir wirklich viel Mühe gegeben, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen. Es sind auch viele kleine Dinge aufgefallen. Ich lösche jetzt immer alle Lichter, wenn ich aus dem Zimmer gehe. Seit ich meiner Mutter von dem Fussabdruck erzählt habe, spricht sie mich immer wieder darauf an (da habe ich mir wohl selber ein Ei gelegt). Vor allem ist mir diese Woche das Wetter aufgefallen. Denn am Montag hat es kurze Zeit immer wieder geschneit, während dazwischen die Sonne wieder hervor kam. Einmal hat es sogar geschneit, während die Sonne schien. Auch dass die Vögel zu zwitschern beginnen ist mir aufgefallen. Diese Jahreszeit liebe ich genau deswegen am liebsten. Wenn es langsam wärmer wird, die Vögel zu zwischtern beginnen und der Schnee schmilz, riecht die Luft immer ganz speziell! Nach Frühlig halt. Da ich die halbe Woche krank war, habe ich dann vor allem auf meinen Körper geachter. Was für Zeichen gibt er mir, was braucht er, damit es mir schnell wieder besser geht? Das finde ich genau so wichtig, wie auf die Umwelt zu achten.

Noemi Frick LG 06C d
Mit offenen Augen durchs Leben

Achtsam wahrnehmen.... Unser Auftrag lautete, Achtsam wahrnehmen auf ein Post-it zu schreiben. Ich habe jedoch gemerkt, dass ich dieses Post-it gar nicht mehr benötige. Seit wir das Modul Nachhaltigkeit begonnen haben, laufe ich sowieso achtsamer durchs Leben. Mir fallen viele Dinge auf, die ich vorhin vielleicht wahrgenommen habe, jedoch nicht bewusst.
In dieser Woche sind mir viele kleine Dinge aufgefallen...vorallem zu Hause. Mein Bruder löscht das Licht sehr selten, wenn er ein Zimmer für eine Weile verlässt, meine Mutter benutzte beim Wasser kochen der Spaghetti keinen Deckel, meine Schwester hatte den Computer die ganze Zeit eingestellt, obwohl sie ihn nicht gebraucht hat. Solch kleine Sachen wären mir vorhin vielleicht nicht so aufgefallen. Ich habe sie darauf angesprochen und es hat tatsächlich etwas genützt. Mit offenen Augen durchs Leben gehen, ist gar nicht so schwierig, wie ich immer gedacht habe. Man muss einfach den Mut dazu haben.
Doch nicht nur bei den anderen ist mir vieles aufgefallen. Auch ich nehme Dinge anders wahr. Letzthin sass ich am Computer. Er steht direkt vor dem Fenster. Ich konnte das Wetter nicht sehen, da ich mit dem Rücken zum Fenster sass. Aber auf einmal wurde es dunkel und kaum war es dunkel, schien danach sofort die Sonne wieder. Dieses Wetter hat mich so irritiert, dass ich nicht mehr weiterarbeiten konnte und einfach das Wetterphänomen geniessen musste.
In der Woche viel mir auch noch auf, dass bereits die ersten Vögel am zwitschern sind. Ich hoffe der Frühling kommt bald:-)?!
Allgemein kann ich über diese Woche nur positives Berichten. Ich komme gut mit meiner Bachelorarbeit voran, konnte mit vielen Menschen lachen und fühlte mich einfach nur wohl.

Petra Mauchle LG06dC

Mittwoch, 11. März 2009

Touristenblick

Letztes Wochenende verbrachte ich zwei Tage in Colmar. Eine bezaubernde Stadt im Elsass mit vielen Riegelbauten und gutem Essen. Ich wanderte durch die Strassen und bestaunte die Häuser. Ich schaute mir alles ganz genau an und es schien mir, als wollten meine Augen alles bis ins kleinste Detail wahrnehmen und registrieren. „Schau mal hier und schau mal da…“ Dieses Verhalten legen einzig Touristen an den Tag. Da alles zum ersten Mal gesehen wird, erscheint einem die Umgebung neu, interessant und speziell. Wie ist es, wenn ich meine alltägliche Umgebung mit den Augen eines Touristen versuche zu beobachten? Dies ist etwa das Verhalten, welches der Postich-Zettel „Achtsam wahrnehmen, achtsam leben“ hervorruft. Die Umwelt wird bewusster und mit mehr Interesse und Neugier wahrgenommen. Möbel im eigenen Haus sehen plötzlich fremd und doch eigentlich ganz schön und nicht nur „normal“ aus. Das unterste Haus an der Strasse hat auf einmal weisse Spitzenvorhänge mit einem Elefantenmuster in den Fenstern hängen. Die Frau an der Bushaltelle, welche ich jeden Tag am Morgen begrüsse, hat ein kleines Muttermal am linken Nasenflügel und an der Hecke sind bereits die Knospen zu sehen. Die Welt erscheint einem auf einmal neu. Und wie schön doch auch die Heimatstadt St.Gallen ist! Ich habe in der letzten Woche meine Umgebung bewusster wahrgenommen. Allerdings brauchte es immer wieder einen Anstoss. Zu schnell gewöhnt man sich an seine Umwelt und Mitmenschen. Ich denke es würde uns aber gut tun, immer wieder mal mit einem Touristenblick durch den Alltag zu wandern.

Susanne Bühler 06Cd

Offene Augen...

Mich, meine Mitmenschen, meine Umwelt, das Leben ganz achtsam wahrnehmen… eine ganze Woche lang, quasi als Hausaufgabe? Das tönt für mich ziemlich anstrengend und relativ sinnlos. Ich gehe grundsätzlich nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt…
So führe ich diese Woche keine Liste, sondern lasse jetzt meine Woche mental Revue-passieren und schreibe mal auf, an was für achtsame Momente ich mich gerade erinnern werde:
Ich habe mich riesig über die Abendsonne gefreut, die nun nach vier Monaten wieder ihr orange-rotes Licht durch das Fenster meines Zimmers schickt. Ich lag auf meinem Bett, die Sonne im Gesicht und habe mich sehr wohl gefühlt. Ich erinnere mich an den Wind, der diese Woche oft kräftig blies, der die Bäume zum Rauschen brachte, durch mein Haar wehte und hunderte von weissen Schaumkronen auf die Seeoberfläche zauberte. Dieser Anblick liess mich sogar einen ausgiebigen Spaziergang am Seeufer machen… Ich beobachtete Seevögel und hörte die vertrauten Geräusche des Hafens. Seit längerer Zeit prasselte wieder einmal der Regen zu dem Zeitpunkt auf das Dach, als ich am Abend im Bett lag. Ich liebe dieses Geräusch. Es beruhigt mich jedes Mal und lässt mich irgendwie Geborgenheit spüren. Ich erinnere ich an bestimmte Momente dieser Woche, die ich mit Menschen verbrachte, mit denen ich lachen konnte, bei denen ich mich richtig wohl fühlte. Ich erinnere mich weiter an Momente, in denen ich staunen konnte… Mir fällt auf, dass ich diese Woche sehr viele positive Sachen aufschreiben kann. Doch für mich bedeutet achtsam werden, achtsam leben, auch negatives wahr zu nehmen, keine Ignoranz zu zeigen, hinzuschauen und hinzuhören. Also ganz das Motto: Ich gehe grundsätzlich nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt…
Fadrina Denoth. LG06Cd

Jeans,Rahm,Toilettenpapier &Co.

Liebe Studierende, wenn ich aus dem Fenster schaue, sieht es bei uns oben auf 1000m Höhe noch gar nicht nach Schneeglöggli aus... Gerne melde ich mich jetzt bei Ihnen. Mit Interesse habe ich Ihre vielfältigen und differenzierten Blog-Einträge gelesen. Es ist erstaunlich, welche Vielfalt an Beobachtungen und Erkenntnissen da zusammen kommt. Kompliment! So weiss ich fast gar nicht, wo ich einsetzen soll. Am ehesten beim Haussperling. Ich habe diesen Artikel ebenfalls gelesen und war berührt - galt der Spatz nicht als der Gewöhnlichste unter allen Singvögeln? Dass jetzt sogar er bedroht sein soll, ist im höchsten Mass alarmierend. Bei uns im Voralpengebiet beobachte ich, dass die Weideflächen immer intensiver genutzt werden - 4 bis 5 Grasschnitte wollen die Bauern pro Sommer einbringen. Dies hat einen Einfluss auf die Kleinstlebewesen, die eine wichtige Rolle spielen in der Nahrungsmittelkette auch für Vögel. Spannend fand ich die Blogs zum Thema 'energieeffizientes Mehrfamilienhaus' und 'Bauen mit Holz'. Dies, da ich selber in einem nach Minergiestandard zertifizierten Haus lebe, das mit einheimischen Holz gebaut wurde. Die Lebensqualität ist sehr hoch. Dass dies gewissermassen ein Luxus ist, den die meisten nicht haben, die in Mietwohnungen oder -häusern leben, ist mir sehr bewusst. Beim Bau unseres Hauses haben wir uns intensiv mit nachhaltiger, ökologischer Bauweise auseinandergesetzt. Seit unserem Hausbau vor 7 Jahren gibt es bereits wieder enorme Fortschritte, so dass es jetzt Minergie-P-Häuser gibt, die ohne zusätzliche Heizungsanlage auskommen, vorausgesetzt die Besonnung ist optimal. Wir heizen mit einer Pellets-Holzheizung und produzieren das warme Wasser über eine Sonnenkollektoranlage. Von einer Photovoltaik-oder Windstrom-Anlage träume ich noch. Auch mir geht es so, dass ich immer wieder Dinge entdecke, die zu optimieren sind. Manchmal gilt es einen Mittelweg zu wählen. Wichtig finde ich dabei die Bemerkung im Blog von Ursina Landolt, dass beim Eintausch eines Gerätes zu bedenken ist, dass auch die Produktion eines neuen Energie benötigt. Man spricht dabei von der sogenannten 'grauen' Energie. Diese wird oftmals nicht berücksichtig. Unvorstellbar, wie viel davon z.B. in den weitgereisten Jeans und dem Rahm 'Made in Switzerland' steckt! Würde man diese auch noch berücksichtigen, sähe der Footprint eines jeden, einer jeden noch ganz anders aus. Nachhaltig sind bei mir auch die Blogs zum Toilettenpapier und zum Papier überhaupt. Ich denke auch, dass sich diese Themen sehr gut für BNE eignen. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als der Computer sich immer stärker ausbreitete. Ein Argument dafür war unter anderem ein ökologisches, nämlich: Es könnte massiv an Papier eingespart werden in den Büros. Dass dies nicht der Fall ist, im Gegenteil, ist mittlerweile bewiesen. So wurde z.B. im Jahr 2006 mit 252,7kg pro Person in Deutschland so viel Papier verbraucht wie nie zuvor. Ich bemühe mich, so wenig wie möglich auszudrucken. Ihre Einträge zum Thema 'Achtsamkeit' bringen mich auf die Idee, dass dies wohl eine Schlüsselkompetenz für einen neuen nachhaltigen Lebensstil sein müsste. Es stimmt mich traurig zu lesen, dass der Stress zu gross ist um wirklich bewusst zu handeln. Mir geht es ja oftmals nicht anders. Und es ist gar nicht so einfach, dem etwas entgegenzusetzen und sich nicht einfach treiben zu lassen. Vielleicht ist diese Übung ja der Anfang einer kleinen Veränderung  - das wünsche ich uns allen, nicht nur wegen der nachhaltigen Zukunft, sondern auch wegen der Lebensqualität. So wünsche ich Ihnen bis zum nächsten Mal viele achtsame, nachhaltige Augenblicke. Herzliche Grüsse, Barbara Stehle alias mikesch

ganze kleine, "belanglose" Details wahrnehmen

Immer noch klebt er an der Schranktüre – mein Post-it-Zettel – und diesmal erinnert er mich nicht nur daran, achtsam durch die Welt zu gehen sondern auch daran, meinen Blogeintrag zu schreiben.

Eigentlich schon recht spannend, dass ich doch plötzlich einiges mehr um mich herum wahrnehme, wenn ich einmal bewusst darauf achte. Da ist zum Beispiel der kleine Singvogel auf dem Apfelbaum meines Nachbarn, die Fliege, die anscheinend verzweifelt einen Weg aus dem Zimmer sucht oder das Mineralwasserglas auf dem Tisch, in dem fast unbemerkt lauter kleine „Kohlensäureblubberli“ aufsteigen. Besonders aufgefallen sind mir in letzter Zeit jedoch Umgebungsgeräusche, die ich meistens einfach so „überhöre“. Beispielsweise ist das Ticken der Uhr oder das Rauschen des Windes hörbar, wenn ich mal ganz bewusst auf die Umgebungsgeräusche achte. Eigentlich sind es ja alles kleine Dinge und es scheint fast belangslos, darüber zu sprechen. Trotzdem ist es beeindruckend, wie uns Menschen manchmal so vieles einfach entgeht.

Ein besonderes Augenmerk habe ich diese Woche auch auf Reaktionen und Äusserungen von anderen Menschen geachtet. Das bewusste Achten auf die Körpersprache oder den Tonfall beispielsweise kann bei einem Gespräch recht witzig sein.

Achtsam zu sein hat für mich diese Woche auch bedeutet, bewusst auf meine alltäglichen Handlungen zu schauen, wie z.B. auf das Essen oder die Sitzhaltung. Dabei habe ich auch gemerkt, dass viele Abläufe für mich so selbstverständlich sind, dass ich sie normalerweise gar nicht mehr bewusst steuere. So zum Beispiel das Zähneputzen: während die Zahnfrau in der Primarschule den Kindern genau zeigt, wie sie zu ihren Zähnen Sorge tragen können, überlegen wir Erwachsenen wohl gar nicht mehr viel dabei.

Ursina Landolt, LG06Cb

Gedanken am Seeufer

Für diesen Wochenauftrag bin ich an einem Nachmittag nach der PH runter zum See gelaufen. Tolles Wetter, Sonne pur. Das mag ich am Liebsten, wenn ich „draussen in der Natur bin. Ich spaziere direkt auf den See zu und beobachte, wie sich seine Farbe mit jedem Schritt mehr verändert. Zuerst schimmert die Oberfläche dunkel blau, dann wird sie heller und unklarer. Ich sitze nun am Seeufer und schaue mir das Spiel der Wellen an. Weiter hinten am Horizont steht die Wasseroberfläche still. Als würde sich der See nicht mehr bewegen.
Auf mich wirkt diese Regungslosigkeit mächtig. Sie drückt Beständigkeit und Kraft aus. Als wäre alles in Ordnung. Und ich fühle auf einmal, dass ich im Gegensatz zum See klein und harmlos wirken muss.

Die Natur ist stark und mächtig. Ich denke mir in solchen Momenten immer wieder, dass ich der Natur respektvoll begegnen sollte. Doch nicht immer gelingt es mir.
Wenn ich aber die Natur bewusst wahrnehme, dann kann ich gar nicht anders. Es kommt von mir selber aus. Und dann bin ich mir auch sicher, dass ich eigentlich Teil der Natur bin. Aber ob mich die Natur als Teil von ihr sieht?
Es gibt Phasen, in denen ich mich sehr mit der Natur verbunden fühle. Vor allem dann, wenn ich in direkten Kontakt mit ihr bin. So wie jetzt am See.

Natürlich hat mein Naturbezug viel mit meinem Handel für nachhaltige Zukunft zu tun. Ohne diesen, hätte ich gar keinen Grund mir Mühe für einen besseren Umgang mit der Natur zu geben. Dann wäre es mir wahrscheinlich egal, was mit ihr passiert.



Ulrike Kröger Lg06/C



8-Sam

Bewusst wahrnehmen und achtsam sein ist überhaupt nicht einfach. Ich bin meistens viel gestresst und habe das Gefühl, dass ich schon lange aufgehört habe, wirklich bewusst zu handeln. Natürlich funktioniert es hie und da, aber viel zu wenig. In dieser Woche habe ich versucht, bewusster zu essen; das, was ich esse, wirklich zu geniessen und nicht einfach in mich hinein zu stopfen als Nahrungsaufnahme. Leider ist es mir nicht immer gelungen. Teilweise ist es mir erst mitten im Essen in den Sinn gekommen, dass ich doch eigentlich bewusster wahrnehmen wollte…

Um achtsamer zu werden, muss viel verändert werden. An mir selber habe ich gemerkt, dass man für eine Verhaltenänderung länger als eine Woche braucht. Diese Eigenschaft muss trainiert werden und kann nicht innerhalb einer Woche ausprobiert werden. Dennoch finde ich es grundsätzlich eine gute Sache, wenn wir achtsamer leben lernen. Es geht dabei nicht nur um uns, sondern ja auch um unsere Mitmenschen. Wie nehmen wir einander wahr und wie nehmen wir unser Gegenüber wahr? Mit einer anderen Einstellung können wir unsere Sozialkompetenzen verbessern und vielleicht merken wir ja dann selber, was dieses achtsam leben in uns auslöst.
Gerade schaue ich auf den Bodensee und ich versuche ihn achtsam wahrzunehmen. Ich sehe viele Dinge. Die sich immer verändernde Farbe des Wassers, kleine Wellen, Schiffe, das benachbarte Ufer usw… Was ich selber erkannt habe, ist, dass Achtsamkeit Zeit braucht

Montag, 9. März 2009

Von der Kuh zu meinem Morgendrink

Milch
Wie kommt die Milch in meine Tasse?
Alles beginnt bei der Kuh. Natürlich kann die Kuh alleine meine Tasse nicht füllen. Dafür braucht es zuerst mal eine Person, die die Melkmaschine konstruiert. Anschliessned muss die Maschine auf den Bauernhof gebracht werden. Dann kommt der erste grosse Akteur zum Zug. Der Bauer melkt die Kuh und bringt die Milch in die Milchzentrale. Dort wird sie mit Hilfe von verschiedenen Personen verarbeitet. Anschliessen wird sie mit Hilfe eines Lastwagenfahrers zum Grosshändler gebracht. Dort braucht es jemanden, der die Milch aus dem Lastwagen nimmt, jemand, der sie in das Regal stellt und zum Schluss auch noch eine Person, die mir die Milch verkauft.
Wie man sieht, braucht es doch einige Menschen, damit ich am Morgen eine Tasse Milch trinken kann. Dies ist der Kreislauf unserer Wirtschaft. Zum einen braucht es sehr viel Energie, nur damit ich eine Tasse Milch trinken kann, aber zum anderen schafft es auch Arbeitsplätze. Klar könnten wir auf viele Produkte gut verzichten, aber dadurch würden auch viele Arbeitsplätze verloren gehen. Es ist mir auch klar, dass der Bauer kaum etwas für seine Milch bekommt und oft am Existenzminimum leben muss. aber es ist ihm auch nicht gedient, wenn ich auf meine Milch verzichte. Viel mehr sollte man den Konsumenten etwas mehr bezahlen lassen, damit auch der Bauer, der ja am Anfang dieser Kette steht, mehr bekommt.
Eigentlich finde ich es sinnvoll, dass immer sehr viele Menschen in einem Prozess involviert sind, denn wie schon erwähnt, entstehen dadurch wichtige Arbeitsplätze. Aber man sollte nicht vergessen, dass die Ersten dieser Ketten immer am wenigsten profitieren, verdienen. Deshalb sollte man darauf achten, dass auch diese Personen nicht vergessen werden und genug vom grossen Kuchen abbekommen.

Noemi Frick

Donnerstag, 5. März 2009

Mein heiss geliebter Rahm

Vor einigen Wochen habe ich im Schweizer Fernsehen einen Bericht über die Rahmherstellung der Firma Coop gesehen. Welchen Weg diese Rahmdose zurückgelegt hat werde ich nun in diesem kleinen Bericht erläutern. Glaubt mir, es wird euch umhauen.

Als erstes Beginnt man natürlich mit der Dose. Diese wird natürlich nicht in der Schweiz hergestellt. Man fährt also mit dem Rohmaterial (Blech) bis nach Holland, wo die Dosen in ihre richtige Form gebracht werden. Die ganze Verarbeitung samt Weg ist viel billiger als in der Schweiz. Doch damit nicht genug. Jede Dose hat natürlich eine Verschlusskappe. Als könnte man es Ahnen, dieser wird auch nicht in der Schweiz hergestellt. Man fahre nämlich von Holland direkt nach Italien, wo die Verschlusskappen produziert werden. Die Dosen, die in Holland gemacht wurden, werden nun mit der Verschlusskappe vereinigt. Doch was fehlt noch – natürlich, der Rahm. Als Land der Berge, des Käses, der Schokolade und der Milch könnte man meinen, die Milch würde in der Schweiz verarbeitet werden. Irrtum, da wir uns ja sowieso in Italien befinden, kann die Milch auch in Italien zu Rahm geschlagen werden. Aber es käme für uns natürlich nicht in Frage, eine andere Milch, als unsere Schweizer Milch zu verwenden. Also wird die ganze Milch von der Schweiz aus nach Italien gebracht, dort zu Rahm geschlagen, in die Dosen abgefüllt und wieder zurück in die Schweiz gefahren. Die Ironie des Ganzen, auf der Dose steht „Made in Switzerland“!

Ihr Leser und Leserinnen habt sicherlich gemerkt, dass ich sehr ironisch geschrieben habe. Ja schon ein wenig spöttisch. Als ich diesen Bericht gesehen habe, konnte ich es beinahe nicht glauben. Der einzige Grund, warum man solche Wege auf sich nimmt ist das liebe Geld. Trotz dieser grossen Distanzen ist die Herstellung immer noch günstiger, als wenn man es in der Schweiz produziert hätte. Solche Sachen sind einfach unglaublich. Man sieht an diesem Beispiel einmal mehr, wie Mächtig doch das Geld ist und dabei vergisst man offensichtlich unseren Planeten.

Petra Mauchle LG06d

Mittwoch, 4. März 2009

Heiliges Toilettenpapier

Geschätzte 348 Millionen Rollen Toilettenpapier verbrauchen wir Schweizer in einem Jahr. Von wo kommt dieses alltätlich verwendete und geschätzte Papier?
Als Erstes werden Kifern, Fichten, Birken oder Eukalyptusbäume gefällt. Etwa ein Drittel unseres Toilettepapiers entsteht aus Recycling, zwei Drittel entstehen zu einem grossen Teil aus der rücksichtslosen Rodung von Wäldern in Lateinamerika, Russland oder Asien. Das Holz wird in Fabriken transportiert, in denen die Zellstoffherstellung stattfindet. Die wenigen Milimeter langen Cellulosefasern werden freigelegt, mit Wasser versetzt und zerfassert. Anschliessend wird die Masse auf ein feines Sieb gegeben und in dauerhafter Bewegung getrocknet. Um das Papier schön weiss zu machen, wird das Tissue gebleicht (das Lignin entfernt). Das Tissue kann nun in zwei oder mehr Lagen verarbeitet werden. Es wird bedruckt und punktuell verklebt, damit die Lagen zusammenhalten. Die geschätzte Weichheit erlangt das Papier durch die spezielle Strukturierung der Oberfläche. Um die Käufer anzusprechen, kann das Papier zum Schluss noch mit Geruch oder aufgedruckten Mustern versetzt werden. Nun ist das Toilettenpapier breit für den Vertrieb und Kauf in Supermärkten und kleinen Verkaufsladen.

Ich finde es spannend und zugleich erschreckend, zu realisieren was für einen weiten und langen Weg mein Toilettenpapier breits hinter sich hat, bis es an meinem Toilettenpapierhalter landet. Unverhältnismässig erscheint mir auch die Tatsache, dass so viele Leute für das Wohlergehen meines Hintern arbeiten. Völlig überrissen beurteile ich den Fact, dass täglich eine Fläche Wald in der Grösse von 17 Fussballfeldern gerodet wird, um den Toilettenpapierverbrauch von uns Schweizern sicherzustellen. Verrückt, denn das Papier wird meist nur einmal gebraucht und landet anschliessend in der Kanalisation.
Anmerkung: Wer recyceltes Papier wegen seiner fehlenden Softheit nicht verträgt, kann zum Schutz unserer Bäume auch Papier mit dem FSC-Label verwenden.

Susanne Bühler

Mein Rooibos Tee


Als ich den Wochenimpuls lese, trinke ich gerade einen Rooibos Tee. Rooibos Tees sind lecker und haben keinen Koffein, dafür aber Vitamin C. Aha, das hatte ich noch nicht gewusst, aber umso besser, denke ich mir. Ich mache mich auf die Suche nach mehr Informationen über den Rooibos Tee. Habt ihr gewusst, dass dieser Tee ausschliesslich aus Südafrika kommt? Er wächst nur dort und ist in Südafrika das Nationalgetränk. Die Blätter der Rooibos Sträucher werden einmal im Jahr geerntet, dann zerkleinert, die Fermentierung setzt dann ein und sie bekommen dadurch ihre rote Farbe. Danach werden sie in der Sonne noch getrocknet.

Diese Teefarmen werden meistens von Kleinbauern betrieben, dann zu einem Zwischenhändler gebracht, der den Tee in die ganze Welt hinaus liefert. Wahrscheinlich werden für den Transport Schiffe, Flugzeuge, Lastwagen usw gebraucht, bis der Tee in unseren Handel kommt und etliche Zwischenhändler.
Fair Trade Organisationen versichern auf ihren Homepages, dass ihnen das Wohl der Kleinbauern am Herzen liege und dass sie unter fairen Arbeitsbedingungen arbeiten. (Lohn, Landverteilung, Arbeit…)

Bis mein Rooibos Tee in meinen Händen liegt, braucht es Zeit und Menschen:
Anbau, Ernte, Grosshändler, Transport, Grosshändler, Verteiler, Kleinhändler (Verkäufer), Kunden (ich).
Ich bin mir bewusst, dass von meinem gezahlten Verkaufspreis nicht viel für die Kleinbauern auf der langen Strecke übrig bleibt. Jeder möchte mitverdienen und dies muss ja auch in gewisser Weise so sein. Auf Fair-Trade Tee umzusteigen, lohnt sich aber auf jeden Fall, denn er sollte den Endverbrauchern garantieren, dass der Tee auf faire Weise produziert wurde.


Apropos Klimaerwärmung: Nach einem Bericht aus dem Tagblatt sind Rooibos Farmen von der durch die Klimaerwärmung vordringenden Wüste von der Existenz bedroht. Die Wüste wächst! Nun möchte man resistentere Sträucher entwickeln, die den Umweltbedingungen besser stand halten

Sonntag, 1. März 2009

Kleidungsstücke

Mein besonderes Augenmerk habe ich auf ein ganz alltägliches Konsumgut gerichtet: unsere Kleidungsstücke. Den meisten von uns ist wohl kaum bewusst, wer alles einen Beitrag dazu leistet, damit wir eine neue Hose oder einen Pullover kaufen können – und dies erst noch für sehr wenig Geld.

Da ich meine eigenen Überlegungen auch abstützen kann habe ich im Internet nach entsprechenden Berichten gesucht und dadurch erfahren, dass für eine Jeans anscheinend 50'000 bis 100'000 Kilometer zurückgelegt werden. Zuerst wird in Ländern wie Kasachstan oder Indien die Baumwolle geerntet – oft sogar von Hand. Anschliessend wird diese in der Türkei zu Garn gesponnen, bevor sie in Asien mit Indigofarbe eingefärbt wird. Nach einem Umweg über Polen, wo die Stoffe gewoben werden, werden in Frankreich Knöpfe und Bügelhinweise befestigt. In den Philippinen werden die Stoffe dann genäht, bevor der Weg schlussendlich in unsere Verkaufsregale führt. Das Wort „Weltreise“ erscheint mir da sehr zutreffend.

Dies alles braucht es also für die Herstellung einer Jeans. Nicht zu vergessen sind da natürlich auch die Transportunternehmen, welche die Waren von einem Ort an den anderen bringen. Ach ja – diese Aufzählung liesse sich natürlich noch beliebig ausweiten. Zum Beispiel wären für die Herstellung von oben genannten Maschinen, z.B. Webmaschinen, ebenfalls wieder zahlreiche Arbeitsstunden nötig.
Auch beim Verkauf der Ware in der Schweiz sind wir auf viele Menschen angewiesen. Zum Beispiel auf die Verkäuferinnen und Verkäufer.

Wie aus diesen Ausführungen hervorgeht, sind viele Arbeitsschritte nötig, bis der Konsument sein Kleidungsstück schliesslich tragen kann. Ein Thema, welches mich in diesem Zusammenhang immer wieder beschäftigt ist der Verkauf von sehr billigen Waren. Ist es überhaupt möglich, dass da beispielsweise Arbeiter auf den Baumwollplantagen noch einen angemessenen Lohn verdienen? Ich bezweifle es....

Ich bin der Meinung, dass auch in der Primarschule gewisse Bereiche der Bildung für eine nachhaltige Zukunft gut durch das Thema „Kleidungsstücke“ behandelt werden könnten. Ich denke dabei auch an die Produktion von Bio-Baumwolle, für die heute immer öfters geworben wird. Beim Anbau dieser Bio-Baumwolle wird auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet.

Ursina Landolt, LG06Cb
Papier ist alle!

Mein Drucker läuft gerade, als ich den neusten Auftrag für den nächsten Blogg lese. Auf einmal gibt der Drucker mir die Meldung: Papier ist alle. Schnell stelle ich Nachschub bereit, seufze einmal tief und denke mir, wie viel Papier ich doch andauernd für meine Ausbildung brauche… und schon habe ich mein Thema für diesen Blogg: Was braucht es alles, damit ich meinen Drucker mit neuem Papier füttern kann?

Die Grundlage von Papier ist der Rohstoff Holz. Irgendwo wachsen Bäume, die gefällt werden. Grosse Maschinen fahren auf, verbrauchen viel Benzin zerstören nebenher wohl auch viele kleinere Pflanzen. Unter umständen werden die Bäume in einem fernen Land abgeholzt. Danach mit Zug oder Lastwagen zu einem Hafen transportiert, wo sie auf ein Schiff verladen werden. Eventuell werden sie auf dem Landweg auch direkt in die Fabrik gebracht. Dafür sind viele Menschen beteiligt: Holzer, Chauffeure, Kapitäne. Unter Umständen sind auch einige Menschen indirekt von der Abholzung betroffen. (Eingriff in Ökosystem, Erosion, usw.). Zudem wird der Regenwald eventuell nicht genügend aufgeforstet, was die gründe Lunge schwächt und weiter verkleinert.
In der Fabrik muss das Holz so aufbereitet werden, dass es schlussendlich die Grundlage für die Papiergestellung bildet (zerkleinern, schnipseln usw.) zudem müssen weitere Zusatzstoffe, wie Bleichmittel, hergestellt werden. Die „Einzelteile“ des Papiers gelangen in die tatsächliche Papierfabrik, welche das Papier herstellt. Dabei kommt es zum Einsatz von Maschinen, die viel Strom verbrauchen (Stromherstellung), zudem wird viel Wasser verbraucht (Wasserverschmutzung) Das fertige Papier wird, über Zwischenlager, in weitere Fabriken oder Läden transportiert und schliesslich dort von den Konsumenten gekauft. Die damit ihre Drucker füttern, die nach Papiernachschub verlangen…

Ich denke mir, die Thematik Papier eignet sich sehr, um nachhaltiges Handeln (auch für Kinder) zu veranschaulichen. Papier ist in unserem Alltag omni-präsent: Klopapier, Zeitschriften, Bücher jeglicher Art, Zeitungen, Kartonschachteln, Nastücher, Schulhefte, Haushaltpapier, Briefe, Couverts usw. In der Schweiz werden ca. 70% des Papiers recycled, hier könnte sicher noch mehr herausgeschlagen werden. Meist wird sehr verschwenderisch damit umgegangen und an Nachhaltigkeit wird wohl viel zu selten gedacht.
Fazit: Obwohl ich den Kreislauf grundsätzlich kenne, denke ich viel zu wenig darüber nach, recycle nicht alles Papier, welches ich könnte und verwende zu selten Recyclingpapier…

1.3.09 Fadrina LG06Cd