Mittwoch, 11. März 2009

ganze kleine, "belanglose" Details wahrnehmen

Immer noch klebt er an der Schranktüre – mein Post-it-Zettel – und diesmal erinnert er mich nicht nur daran, achtsam durch die Welt zu gehen sondern auch daran, meinen Blogeintrag zu schreiben.

Eigentlich schon recht spannend, dass ich doch plötzlich einiges mehr um mich herum wahrnehme, wenn ich einmal bewusst darauf achte. Da ist zum Beispiel der kleine Singvogel auf dem Apfelbaum meines Nachbarn, die Fliege, die anscheinend verzweifelt einen Weg aus dem Zimmer sucht oder das Mineralwasserglas auf dem Tisch, in dem fast unbemerkt lauter kleine „Kohlensäureblubberli“ aufsteigen. Besonders aufgefallen sind mir in letzter Zeit jedoch Umgebungsgeräusche, die ich meistens einfach so „überhöre“. Beispielsweise ist das Ticken der Uhr oder das Rauschen des Windes hörbar, wenn ich mal ganz bewusst auf die Umgebungsgeräusche achte. Eigentlich sind es ja alles kleine Dinge und es scheint fast belangslos, darüber zu sprechen. Trotzdem ist es beeindruckend, wie uns Menschen manchmal so vieles einfach entgeht.

Ein besonderes Augenmerk habe ich diese Woche auch auf Reaktionen und Äusserungen von anderen Menschen geachtet. Das bewusste Achten auf die Körpersprache oder den Tonfall beispielsweise kann bei einem Gespräch recht witzig sein.

Achtsam zu sein hat für mich diese Woche auch bedeutet, bewusst auf meine alltäglichen Handlungen zu schauen, wie z.B. auf das Essen oder die Sitzhaltung. Dabei habe ich auch gemerkt, dass viele Abläufe für mich so selbstverständlich sind, dass ich sie normalerweise gar nicht mehr bewusst steuere. So zum Beispiel das Zähneputzen: während die Zahnfrau in der Primarschule den Kindern genau zeigt, wie sie zu ihren Zähnen Sorge tragen können, überlegen wir Erwachsenen wohl gar nicht mehr viel dabei.

Ursina Landolt, LG06Cb

1 Kommentar:

  1. Hallo Ursina

    Ich finde es sehr eindrücklich wie du in deinem Post die Sachen beschrieben hast, welche du wahrgenommen hast. Mir ist auch aufgefallen, dass bei uns einige Abläufe schon so stark automatisiert sind, dass wir kleine Dinge gar nicht mehr wirklich wahrnehmen. Ich denke das liegt auch oft daran, dass wir in heutzutage in unserer Welt von zu vielen Reizen überflutet werden.
    Mir ist auch wichtig, dass ich in Zukunft auch wieder die kleinen schönen Dinge bewusster wahrnehme.

    Beatrice Rissi LG06Db

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