


Geschätzte 348 Millionen Rollen Toilettenpapier verbrauchen wir Schweizer in einem Jahr. Von wo kommt dieses alltätlich verwendete und geschätzte Papier?Als Erstes werden Kifern, Fichten, Birken oder Eukalyptusbäume gefällt. Etwa ein Drittel unseres Toilettepapiers entsteht aus Recycling, zwei Drittel entstehen zu einem grossen Teil aus der rücksichtslosen Rodung von Wäldern in Lateinamerika, Russland oder Asien. Das Holz wird in Fabriken transportiert, in denen die Zellstoffherstellung stattfindet. Die wenigen Milimeter langen Cellulosefasern werden freigelegt, mit Wasser versetzt und zerfassert. Anschliessend wird die Masse auf ein feines Sieb gegeben und in dauerhafter Bewegung getrocknet. Um das Papier schön weiss zu machen, wird das Tissue gebleicht (das Lignin entfernt). Das Tissue kann nun in zwei oder mehr Lagen verarbeitet werden. Es wird bedruckt und punktuell verklebt, damit die Lagen zusammenhalten. Die geschätzte Weichheit erlangt das Papier durch die spezielle Strukturierung der Oberfläche. Um die Käufer anzusprechen, kann das Papier zum Schluss noch mit Geruch oder aufgedruckten Mustern versetzt werden. Nun ist das Toilettenpapier breit für den Vertrieb und Kauf in Supermärkten und kleinen Verkaufsladen.
Ich finde es spannend und zugleich erschreckend, zu realisieren was für einen weiten und langen Weg mein Toilettenpapier breits hinter sich hat, bis es an meinem Toilettenpapierhalter landet. Unverhältnismässig erscheint mir auch die Tatsache, dass so viele Leute für das Wohlergehen meines Hintern arbeiten. Völlig überrissen beurteile ich den Fact, dass täglich eine Fläche Wald in der Grösse von 17 Fussballfeldern gerodet wird, um den Toilettenpapierverbrauch von uns Schweizern sicherzustellen. Verrückt, denn das Papier wird meist nur einmal gebraucht und landet anschliessend in der Kanalisation.
Anmerkung: Wer recyceltes Papier wegen seiner fehlenden Softheit nicht verträgt, kann zum Schutz unserer Bäume auch Papier mit dem FSC-Label verwenden.
Susanne Bühler
Hallo Sue,
AntwortenLöschenIch fand deinen Blog eindrücklich und erschreckend zugleich. Die Tatsache ist, dass die Herstellung von Toilettenpapier wenig mit umweltfreundlichem Handeln zu tun hat. Kaum zu glauben, dass 17 Fussballfelder gerodet werden müssen, um alleine die Schweiz mit Toilettenpapier zu versorgen. Es stellt diesbezüglich die traurige Frage, was das Ergebnis für die ganze Welt wäre. Und wenn man bedenkt, dass auch Papier aus Holz entsteht und somit noch weitere Fussballfelder dazukommen, vergrössert sich die Zahl noch einmal. Ich fange also heute noch an mit Ressourcen bewusster umzugehen!!!
:) Lieber Gruss,
Patricia
Liebe Susanne, ja ich war wirklich erschrocken als ich deinen Bericht gelesen habe. Ist ja wirklich unglaublich, wieviel Wald gerodet wird, nur damit ich einen sauberen Po habe. Ich habe mir dann gedacht, man könnte ja einfach Zeitungspapier verwenden;-)! Da würde man gleichzeitig auch noch recyclen! Aber eben, ein wenig Luxus möchten wir uns ja schon gönnen. Ich finde es daher sehr wichtig, dass man darauf schaut, welches Toilettenpapier man verwendet...
AntwortenLöschenLiebe Gruess
Petra LG06d
Hallo
AntwortenLöschenIch fand deinen Bericht sehr detailliert und eindrücklich. Mir war das bis jetzt wirklich nicht bewusst, wenn ich auf dem Klo sass.
Meine Urgrossmutter kaufte nie Toilettenpapier. Sie schnitt alte Zeitungen in Stücke. So toll fand ich das nie;)!
Ich frage mich, ob es nicht Alternativen gibt, für die man gar kein Papier braucht. Vielleicht eine spezielle Wasserspühlung;)?
Liebe Grüsse
Anita