Mittwoch, 4. März 2009
Mein Rooibos Tee
Als ich den Wochenimpuls lese, trinke ich gerade einen Rooibos Tee. Rooibos Tees sind lecker und haben keinen Koffein, dafür aber Vitamin C. Aha, das hatte ich noch nicht gewusst, aber umso besser, denke ich mir. Ich mache mich auf die Suche nach mehr Informationen über den Rooibos Tee. Habt ihr gewusst, dass dieser Tee ausschliesslich aus Südafrika kommt? Er wächst nur dort und ist in Südafrika das Nationalgetränk. Die Blätter der Rooibos Sträucher werden einmal im Jahr geerntet, dann zerkleinert, die Fermentierung setzt dann ein und sie bekommen dadurch ihre rote Farbe. Danach werden sie in der Sonne noch getrocknet.
Diese Teefarmen werden meistens von Kleinbauern betrieben, dann zu einem Zwischenhändler gebracht, der den Tee in die ganze Welt hinaus liefert. Wahrscheinlich werden für den Transport Schiffe, Flugzeuge, Lastwagen usw gebraucht, bis der Tee in unseren Handel kommt und etliche Zwischenhändler.
Fair Trade Organisationen versichern auf ihren Homepages, dass ihnen das Wohl der Kleinbauern am Herzen liege und dass sie unter fairen Arbeitsbedingungen arbeiten. (Lohn, Landverteilung, Arbeit…)
Bis mein Rooibos Tee in meinen Händen liegt, braucht es Zeit und Menschen:
Anbau, Ernte, Grosshändler, Transport, Grosshändler, Verteiler, Kleinhändler (Verkäufer), Kunden (ich).
Ich bin mir bewusst, dass von meinem gezahlten Verkaufspreis nicht viel für die Kleinbauern auf der langen Strecke übrig bleibt. Jeder möchte mitverdienen und dies muss ja auch in gewisser Weise so sein. Auf Fair-Trade Tee umzusteigen, lohnt sich aber auf jeden Fall, denn er sollte den Endverbrauchern garantieren, dass der Tee auf faire Weise produziert wurde.
Apropos Klimaerwärmung: Nach einem Bericht aus dem Tagblatt sind Rooibos Farmen von der durch die Klimaerwärmung vordringenden Wüste von der Existenz bedroht. Die Wüste wächst! Nun möchte man resistentere Sträucher entwickeln, die den Umweltbedingungen besser stand halten
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Roibos ist der Tee, der mir von allen am meisten am Herzen liegt. Dass er auch noch Vitamin C enthält wusste ich nicht. =) super. Schon bedenklich, dass täglich verwendete, günstige Lebensmittel und Gegenstände einen so langen Weg hinter sich haben und die Kleinbauern oder Arbeiter am Anfang des ganzen Prozesses wenig bis gar nichts verdienen. Kannst du mir sagen, wo ich Roibostee mit einem Fair-Trade-Label finden und kaufen kann. Denn das ist wohl das Mindeste, oder leider auch beinahe Einzige, das ich machen kann.
AntwortenLöschenHallo Ulrike,
AntwortenLöschenEs ist erstaunlich, was der Tee für eine lange Reise zurücklegt. Er könnte sicherlich spannende Geschichten von sich erzählen :).
Du hast davon gesprochen, dass die Kleinbauern unter fairen Arbeitsbedingungen arbeiten. Wenn man aber bedenkt wie billig Tee doch ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Lohn dann auch wirklich gerecht ist - die Bauern zufrieden sind. Sie haben möglicherweise im Vergleich zu Kleinbauern aus anderen Entwicklungsländer besser Arbeitsbedingungen. Somit sollte man schon eher diesen Tee 'unterstützen' – da hast du schon Recht. Letztendlich müsste man sich aber fast ein eigenes Bild machen und dorthin reisen.
Patricia