Montag, 16. März 2009

Auftanken in der Natur

Woher soll ich mir – wo doch die Zeit sowieso mehr rennt als geht - jetzt auch noch die Zeit nehmen, um mich eine Stunde alleine in die Natur zu setzen? – Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, der beim Durchlesen dieses Wochenauftrages solche, oder zumindest ähnliche Gedanken durch den Kopf schwirrten.

Da mir heute jedoch ein freier Nachmittag gegönnt war und zudem die Sonne so herrlich schien, habe ich mir bereits heute die Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang genommen. Der Weg führte mich den Hügel hinauf bis zum Waldrand, wo ich auf einer Bank für ein paar Minuten die Aussicht auf den See genoss. Bei diesem Anblick und beim bewussten Wahrnehmen der Umgebungsgeräusche fühlte ich mich irgendwie ein Stück freier als üblich. So ganz alleine zu sein, von niemandem beobachtet zu werden und stattdessen auf die Wohnhäuser hinunterzublicken war irgendwie ein tolles Gefühl. Ich fühlte mich sofort viel stärker mit der Natur verbunden. Die Menschen da unten erschienen plötzlich so klein. Das einzige, was mich gerade störte, waren die Fahrzeuge, die auf der Autobahn nicht weit entfernt von mir vorbeibrausten.
Eigentlich schon erstaunlich was das Zurücklegen von nur ein paar Hundert Metern auslösen kann. In solchen Momenten bin ich jeweils besonders dankbar dafür, dass es noch solche Orte zum Auftanken in der Natur gibt. Gleichzeitig wird mir aber bewusst, dass jeder einzelne Mensch etwas tun muss, um diese Natur so zu erhalten.

Nach der Rückkehr von meinem Spaziergang kann ich vor allem mit einem Ratschlag an meine Mitstudentinnen und Mitstudenten gelangen: nehmt euch die Zeit – trotz Bachelorarbeit-Stress und Ähnlichem – vielleicht lohnt es sich, und auch eure Batterien werden von der Natur wieder etwas geladen.

Ursina Landolt, LG06Cb

3 Kommentare:

  1. Gestern war wirklich ein besonders schöner Tag... ich sass ebenfalls im Garten an der Sonne und habe die Wärme genossen. Einfach herrlich! Zurzeit ist es spannend zu beobachte, wie das Leben im Garten zurück kommt, jeden Tag ein bisschen. Vögel die Zwitschern, Blätter die spriessen, Käfer und andere Insekten, Blumen die zu blühen beginnen, Düfte die entstehen, usw.
    Schön, dass du dir die Zeit genommen hast, trotz allem.

    Fadrina Denoth LG06Cd

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  2. Liebe Ursina,

    ja du hast recht: Woher soll man sich noch die Zeit nehmen? Die Uhr tickt und meine Bachelorarbeit ist auch noch nicht fertig. Ich habe das gleiche gedacht wie du. Ich muss aber mit erstaunen zugeben, dass es mir nach dem Spaziergang so gut ging, dass ich mit meiner Arbeit noch besser vorwärts kam, als vorher. Dieser Spaziergang war für mich eine gut investierte Zeit:-)!

    Petra Mauchle LGo6d/C

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  3. Liebe Ursina

    Ich finde es toll und auch wichtig, dass du Dir Zeit nimmst für dich selber. Je bewusster wir unseren Körper wahrnehmen und kennen, umso leichter fällt es uns mit Stress umzugehen.Ich bin der gleichen Meinung, dass das Zurücklegen von einer kurzen Strecke vieles bewirken kann.

    Ich wünsche Dir Zeit, um Orte zum Auftanken zu finden, welche Dir Deine "Batterien im Körper" immer wieder aufladen, wenn sie fast leer sind.
    Zeit, um die Natur mit bewusst.Wahrnehmen zu geniessen.
    Zeit, im Einklang der Natur zu sein.
    Zeit, um bei Dir selbst zu sein.
    Zeit, um deinem Körper etwas zu gönnen.
    Zeit, dass deine gesammelte Energie von der Natur zu blühendem Lächeln und Zufriedenheit verwandelt wird.

    Liebe Grüsse
    Laraina Küng , 06Cb

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