Diese Woche machte ich einen Spaziergang an der Mündung des Alten Rheins in den Bodensee. Die Gegend ist mir sehr vertraut und mit vielen Erinnerungen verknüpft. Wenn ich dort bin, am Seeufer entlang gehe, meinen Blick über die Wasseroberfläche gleiten lasse und das vertraute Geräusch der an das Ufer schwappenden Wellen höre, dann kann ich meistens gar nicht anders, als „mit allen Sinnen“ dabei zu sein. Am Seeufer komme ich immer wieder zur Ruhe und kann wunderbar nachdenken oder mich einfach gehen lassen. Auch dieses Mal war es nicht anders. Es ist fast unmöglich zu beschreiben, was einem diese Augenblicke bringen. Ich glaube, man muss es einfach erfahren und spüren, damit man weiss, was dieses Gefühl auslöst.
Ich fühle mich auf jeden Fall sehr stark mit der Natur verbunden und mir wird jedes Mal bewusst, wie ich den Aufenthalt in der Natur in meinem Alltag brauche. Meine Bemühungen zu einem Handeln für eine nachhaltige Zukunft haben auf jeden Fall mit diesem Bewusstsein zu tun. Ich glaube aber nicht, dass die Menschen schon bereit sind etwas für die Natur zu tun, wenn sie ihnen am Herzen liegt. Ich glaube sie müssen auch sehen, dass es ihr schlecht geht und dass sie zerstört wird. Und am allerwichtigsten ist, dass sie verstehen, dass es auch ihnen schlechter gehen wird. Je mehr einem diese Abhängigkeit bewusst ist, umso mehr tut man etwas dafür…
Ich wünsche mir, dass viele Menschen ganz oft an einem See entlang spazieren!
Fadrina Denoth LG06Cd
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Ich kann dich sehr gut verstehen, dass dir der See viel Kraft gibt. Obwohl ich selber nicht am See aufgewachsen bin, so ist er für mich doch ein Anziehungspunkt, den ich immer wieder an verschiedenen Orten besuche. Ich liebe es, im Sommer ein frisches Bad zu nehmen oder aber auch ganz ruhig ein Buch auf einer Wiese am See zu lesen. So oder so gibt auch mir der See Kraft und Erholung in dieser schnelllebigen Welt. Ich denke, die Menschen haben noch nicht ganz gesehen, dass wir nun endlich etwas für unsere Umwelt unternehmen müssen. Anscheinend braucht es immer wieder ein (schlechtes) Zeichen der Natur, um es mit der Zeit dann endlich zu merken.
AntwortenLöschenHey Chica!
AntwortenLöschenJa, der See ist doch einfach so toll. Ich merke das von Jahr zu Jahr, von Woche zu Woche, von Tag zu Tag. Ich finde den See erholsam, er beruhigt mich immer, wenn ich ihn sehe. Auch ich verbinde so viele Erinnerungen mit dem See, auch solche mit dir zusammen ;) Deine Gedanken haben mich gerade zum Nachdenken angeregt. Ich glaube auch, dass wir Menschen erst sehen müssen, dass es der Natur schlecht geht, bis wir etwas machen. So hart es klingt, es gibt mir selber zu bedenken ...
Liebe Fadrina, ich kaufe dir jedes Wort ab! Wenn ich deinen Post lese, weckt mich die Sehnsucht, sofort nach draussen in die Natur zu gehen!
AntwortenLöschenIch finde es sehr schön, wie du deine Gefühle zum Ausdruck bringen kannst. Ausserdem ist es toll, dass du erkannt hast, dass dir die Natur sehr viel Kraft gibt – Kraft, die im Alltag ständig geraubt und verzehrt wird. Auch ich bin ein Mensch, der in der Natur Energie und Motivation tanken kann. Es ist wunderschön, wenn man eine solche Quelle für sich gefunden hat. Die Menschen jedoch müssen endlich aufwachen! Sie müssen so schnell wie möglich erkennen, dass auch diese Quelle kaputt gehen kann – und wir sind diejenigen, die dagegen etwas unternehmen können!
Liebe Fadrina
AntwortenLöschenBeim Durchlesen deines Blogeintrages kann ich nur wohlwollend nicken. Auch in mir kann der See jeweils starke Gefühle auslösen. Besonders wenn ich mir jeweils die Zeit nehme und ans Seeufer sitze, um einfach so den kleinen oder grossen Wellen zuzusehen. Du beschreibst das alles so treffend - ich kann gar nicht viel ergänzen. Das einzige, worin sich unsere Gedanken etwas unterscheiden ist dein letzter Wunsch. Ich muss zugeben: manchmal wünschte ich mir eher, dass nicht so viele Menschen am See entlang spazieren würden ... die sonntäglichen kilometerlangen Menschenkarawannen während den Sommermonaten finde ich teilweise eher schon etwas störend...
Ursina Landolt, LG06Cb
Schon scheint die Sonne 2 Tage lang und alles ‚kreucht’ und ‚fleucht’... Der Frühling kommt und man sieht wieder Leute häufiger lächeln. Das Leben scheint leichter zu werden... Wahrscheinlich gehen jetzt alle am Wochenende raus in die Natur und geniessen es, ein Teil von ihr zu sein. Das ist doch schön...
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