Mittwoch, 29. April 2009

Quak, quak!!!

Frosch, Frosch, Frosch, Kröte, Frosch, Kröte, Kröte... So ertönte es diesen Morgen aus unseren Mündern, als wir gemeinsam unser Projekt zur Nachhaltigkeit realisierten.
Wir sammelten in einem Naturschutzgebiet von Untereggen Amphiebien ein. Amphiebien wandern jeweils mehrere hundert Meter oder Kilometer zu ihren Laichplätzen, oft müssen sie dabei gefährliche Strassen überqueren. Zum Gebiet gehört ein grösserer Weiher, der als Amphiebienlaichplatz von nationaler Bedeutung gilt. Da es auch in der Nähe des Weihers viel befahrene Strassen gibt, werden die Wanderwege der Frösche systematisch abgeriegelt und die Tiere aufgefangen. Danach von Hand eingesammelt, gezählt und schlussendlich über die Strasse getragen, wo sie wieder frei gelassen werden. Dieser Arbeit widmeten wir uns diesen Morgen.

Nebst den Erfahrungen dieses spannenden Erlebnis, konnten wir auch viele interessante Informationen aus erster Hand mitnehmen. Die zuständigen Personen, die uns anleiteten, beschäftigen sich schon seit Jahren (an dieser Stelle seit 30 Jahren!) leidenschaftlich mit Amphibien und haben ein dementsprechend grosses Wissen, von dem sie uns sehr gerne erzählten.

Das Projekt steht unter dem Wort Nachhaltigkeit. In welchem Zusammenhang sehe ich unseren Beitrag, unsere Arbeit zur Nachhaltigkeit? Um den Weiher führt eine Schotterstrasse zu zwei Bauernhöfen. Diese ist, ausser für Anwohnerinnen und Anwohner, während der Froschwanderschaft, vor allem nach dem Eindunkeln, gesperrt. Dennoch liegen an einem Morgen bis zu 40 überfahrene Kröten auf diesem Weg. Dafür genügen zwei Autos, die diese Strasse befahren. Dies ist ein klitzekleines Beispiel dafür, wie der Mensch der Natur Schaden zufügt. Es gibt tausende weitere Beispiele... Wir haben heute vielleicht knapp 300 Frösche und Kröten sicher über die Strasse transportiert. Eine klitzekleine Tat, aber ich bin überzeugt, dass viele kleine Taten, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit ergeben!
Hier besteht die kleine Tat darin, die Population der Frösche und somit die Biodiversität zu schützen.

Fadrina Denoth, LG06d

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