Dienstag, 24. Februar 2009

2.Wochenblogg 24.2.09 --> Meldungen zur Nachhaltigkeit aus den Medien

TRENDS

Also ich den Auftrag für diesen Wochenblogg las, erinnerte ich mich sofort an einen Artikel, den ich am Samstag, 21.3.09, im St.Galler Tagblatt gelesen habe. Die Überschrift lautete „Die Modebranche wacht auf“. In den Einführungszeilen stand „Alle lieben günstige Mode, doch auch die hat ihren Preis. Denn zwei Millionen Tonnen Kleidung landen jährlich im Abfall. Eine Initiative soll in Grossbritannien ein Umdenken einleiten“. Darin war zu lesen, dass die Bekleidungsindustrie verantwortlich ist für jährlich 3,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid, zwei Millionen Tonnen Abfall sowie den Verbrauch von 70 Millionen Liter Wasser. Zudem lassen sich die meisten Artikel nicht wiederverwerten und landen dann auf Müllhalden in armen Ländern, wo die synthetischen Materialien das Grundwasser verseuchen. Anlässlich dieser Tatsachen und den zurzeit laufenden Londoner Fashion Week hat nun der englische Umweltminister eine Initiative gestartet, die die Vertreter der Modebranche verpflichten soll, auf Nachhaltigkeit bei Herstellung, Vertrieb und Produktion zu achten. Immerhin 300 von ihnen haben sich dafür bereit erklärt.
Ich bin überzeugt, dass das ein wichtiger und bedeutender Schritt ist oder zumindest werden könnte. Ich finde es sehr gut, dass sich der Umweltminister darum bemüht und zu konkreten Handlungen auffordert. Nun ist es aber auch wichtig, darauf zu achten, ob das ganze wirklich umgesetzt wird. Leider ist es in der Modeindustrie sicher so, dass der grösste Teil der Kunden beim Kauf und Gebrauch wirtschaftlich oder egoistisch denken und nicht ökologisch oder nachhaltig. Dass die Kleider trendy und billig sind ist wichtiger als fair produziert und umweltfreundlich. So denke ich mir, dass es sinnvoll und einfacher ist das Angebot zu ändern, als Einfluss auf die Nachfrage nehmen zu wollen. Ich bin überzeugt, dass dies ein sehr guter Ansatz ist!
Da die Mode für viele Menschen (vor allem auch viele junge Menschen!!!) eine wichtige Sache ist, denke ich mir, könnten die Zeichen die sie setzt, von vielen Leuten übernommen werden. Ich fände es aber wichtig, dass diese Schritte und Bemühungen auch tatsächlich in der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden und somit dafür ein Bewusstsein geschaffen wird.

Einen weiteren Artikel, an den ich mich erinnerte, fand ich im selben Tagblatt. Es wurde informiert, dass an der diesjährigen Immo-Messe in St.Gallen der Baustoff Holz zum Hauptthema gemacht wird. Die Produktion und die Verwendung dieses Baustoffes gelten als speziell ökologisch, energieeffizient und nachhaltig. Ich denke mir dies kann durchaus der Fall sein, solange tatsächlich auf regionales Holz, Aufforstung sowie umweltfreundliche Behandlung (Transport, Maschinen, Farben, Lacke usw.) geachtet wird.

F. Denoth LG06Cd

2 Kommentare:

  1. Über das Thema 'Umwelt und die Mode' habe ich mir selten Gedanken gemacht. Oberflächlich gesehen ist der direkte Zusammenhang von Umwelt und Mode nicht gegeben. Vielen Leuten ist die Tatsache, die du in dem Artikel beschrieben hast, gar nicht bewusst. Auch für mich ist meine Kleidung wichtig. Doch schaue ich selten, woher meine Kleider kommen. Ich fände es daher eine gute Idee, wenn es gewisse Gütesiegel auch im Bereich der Mode geben würde. Wahrscheinlich gibt es das schon, doch grosse und bekannte Marken wie z.B. H+M habe ich noch nie mit einem solchen Label gesehen. Kennst du welche?

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  2. Mir ging es ähnlich wie Ulrike. Ich habe mir bisher wenig Gedanken gemacht, dass synthetisches Material nicht nur für den eigenen Körper und die Haut ungesund ist, sondern auch die Umwelt belastet. Obwohl ich oft mit zwei, durch das schlechte Gewissen geplagten, halb geschlossenen Augen auf die Herkunft schaue, kaufe ich mir trotzdem mehrheitlich preisgünstige Kleider. Eine umweltschonende Herstellungsregelung auf höchster Ebene, erscheint mir deshalb äusserst sinnvoll. Ich weiss, dass sich Kleiderketten für eine Herstellung von Textilien unter fairen Bedingungen stark gemacht haben. Von unweltschonenden Massnahmen habe ich jedoch bis jetzt wenig gehört.

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