St.Galler Tagblatt 26.02.09 Seite 8
Ganz klein und fast schon versteckt habe ich eine Information über den Meeresspiegelanstieg gefunden. Es ist anscheinend nicht mehr so wichtig, dass halb Holland schneller als erwartet unter Wasser steht.
In diesem Artikel geht es darum, dass der Wasserspiegel doch schneller und höher steigt als erwartet. Allerdings ist der Artikel auf kleinstem Rahmen gedruckt, der leicht übersehen wird. Ich finde es wirklich schlimm, dass der neue UBS Chef 2 ganze Seiten bekommt und unsere Umwelt gerade mal einen kleinen, unscheinbaren Fleck. Weiter steht auch nichts über die Auswirkungen, welche ein solcher Anstieg des Meeresspiegels zur Folge hätten. Dass dabei fast ganz Holland unter Wasser gesetzt wird, ist anscheinend nicht mehr wichtig. Diese Information ist abgegriffen und für die Leser nicht mehr spannend. Diese Tendenz finde ich sehr alarmierend. Alles berichtet nur noch über die Wirtschaftkrise, dass es aber keine Wirtschaft mehr gibt, wenn die Erde untergeht, daran denkt niemand.
NZZ - Online 25.02.09
Nasa-Satellitenmission zur CO2-Überwachung gescheitert.
I n diesem Artikel wird ein NASA Satellit beschrieben, der fähig gewesen wäre, den CO2 - Ausstoss auf der Welt zu messen. Man hätte mit ihm eine geografische Karte herstellen könne, auf der alle Veränderungen sichtbar gewesen wären. Leider hat er sich nicht von der Trägerrakete gelöst und das Projekt ist somit gescheitert.
Dies ist ein grosser Verlust. Denn mit diesem Satelliten hätte man vielleicht Kritiker zum Schweigen bringen können. Wer sagt, das nützt doch nichts, wenn ich alle Glühbirnen durch Sparlampen ersetze, wäre vielleicht durch diesen Satelliten eines besseren belehrt worden. Dieser Satellit wäre vermutlich in der Lage gewesen, auch kleine Veränderungen aufzuzeigen. Würde sich eine Stadt oder ein kleines Land wie die Schweiz oder Lichtenstein für Sparlampen entscheiden, hätte der Satellit dies eventuell schon aufzeigen können.
Es ist deshalb ein grosser Verlust für uns und für unsere Umwelt.
Noemi Frick
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Wirtschaftskrise statt Klimakrise. Aber: Ohne Umwelt keine Wirtschaft
AntwortenLöschenHey Noemi,
Du sagst es: Die ganze Welt spricht über die Wirtschaftskrise, die UBS ist vorne dabei, das Bankgeheimnis ist in den Nachrichten vertreten wie nie zuvor. Über die Klimakrise spricht man nur noch wenig. Nach dem Film von Al Groe letzte Woche, war ich enttäuscht von den Zeitungen und den Nachrichten. Das einzige, was ich letzte Woche im Radio hörte (aber ich habe sehr oft Radio gehört) war, dass diesen Winter viele Vögel starben, sie verhungerten. Dies sei auf den Klimawandel zurückzuführen. An dem sind wir diskussionslos schuld. Nur rückt dies alles in den Hintergrund, wenn wir um unser Geld und unsere Arbeit bangen müssen. Doch nehmen wir das Thema nicht ernst, es "betrifft uns zu wenig". Doch wenn es uns dann wirklich einmal betrifft, ist es wahrscheinlich zu spät. Dann müssen wir neben der Angst um unser Geld und unsere Arbeit auch noch um unser Leben bangen. Bravo! Nur denkt heute niemand so weit. Das ganze Thema Klimakrise war so gross vertreten, die Meinungen sehr unterschiedlich. Wie bei ein Skandal bei den Prominenten, verliert auch dieses Thema an Aufmerksamkeit. Es ist nicht mehr interessant, weil man schon so viel darüber glesen und gehört hat. Diese Meinung ist fahrlässig und egoistisch...
Zu diesem Satelliten möchte ich folgendes sagen: Irgendwann wird ein neuer Versuch gestartet und dann wird es klappen. Und wenn sich Al Gore persönlich darum kümmern muss. Er ist wichtig und gäbe Einblick in die "Krisenzonen". Dieser Satellit wird uns irgendwann die nötigen Bilder liefern. Vielleicht öffnet uns dies die Augen.
Liebe Gruess