Montag, 18. Mai 2009

Liebe Studierende
Dies ist meine letzte Mitteilung an dieser Stelle: Bitte löschen Sie den Blog wenn immer möglich erst Ende Mai. 
Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen eine gute Prüfungsvorbereitung, erfolgreiche Prüfungen und alles Gute für Ihre berufliche und private Zukunft.
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle (mikesch)

Montag, 11. Mai 2009

Reflexion Flohmarkt PHSG

Die Auswahl der Gegenstände war schwieriger als ich dachte. Zunächst musste ich überhaupt etwas finden, was ich hätte weggeben können. Dazu kam, dass es Bedeutung haben musste. Für mich war das ein Gegensatz, weil ich Dinge, die noch Bedeutung haben, grundsätzlich nicht weggebe. Also entschied ich mich schweren Herzens dazu, meine Tasche, die aus China kommt und eine Haarspange aus Russland, in die PH mitzunehmen. Obwohl ich diese Dinge nie in Gebrauch hatte, bedeuteten sie mir ziemlich viel, weil andere Menschen mir damit eine Freude machen wollten und ich allgemein gerne Dinge aus anderen Ländern bekomme. Ich wählte diese Gegenstände also nach einer Bedeutung/Nutzen Rechnung aus. Bedeutung hatten die beiden Dinge zwar, aber ich habe sie noch nie wirklich genutzt. Deshalb dachte ich, dass andere Menschen vielleicht mehr Freude und Nutzen an den Gegenständen haben werden.
Ich fand es allerdings sehr komisch, einfach so Dinge von anderen mitzunehmen. Ich fühlte mich wie auf einem Flohmarkt. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass viele Gegenstände für die einen oder anderen nur Ramsch waren, das sie nicht mehr zu Hause brauchten. Natürlich gab es auch andere…
Alle meine Gegenstände sind weggegangen. Ich habe aber mehr mitgenommen, als ich gebracht habe. Ich bin allgemein so ein Typ, der schnell mal Sachen einpackt ohne genau zu überlegen, ob ich es brauche. Doch ich gebe Sachen weniger gerne heraus.
Insgesamt muss ich sagen, dass eine solche Idee gar nicht schlecht ist. Ich fand es noch sehr interessant zu sehen, wer was mitbringt.

Mittwoch, 6. Mai 2009

sonnenklare Zeit für Veränderungen

Ich habe mich schon oft gefragt, warum wohl das starke Umweltbewusstsein der 70er und 80er Jahren so schnell wieder schwand. Ich erklärte mir dieses Phänomen immer mit dem Erstarken des Individualisums und Egoismus der Menschen und den Mitteln welche dazu führten. Ich macht mir jedoch nur wenige Gedanken, was wohl diese Mittel oder die Veranlassung zu diesem Vorgang waren. Capra scheint nun eine möglche Erklärung dafür zu geben. Es sei das Aufkommen des Internets in den 90er Jahren, welches eine IT-Revolution veranlasste. Die Begeisterung für alles Techologische und Elektronische führten zu einem neuen Materialismus. Es leuchtet ein, dass die Vielfalt an technologischen Mitteln und dessen die daraus resultierende Erleichterung des Lebens zu einem erhöhten Konsum verlockten. Dies alles steigerte stellte ökonomische Interessen in den Hintergrund und steigerte das Konsumverhalten, welches wiederum die Wirtschaft (einseitig) ankurbelte. Zahlreiche Menschen, u.a. Capra, sagten einen Zusammenbruch "dieses Wirtschaftssystem, dieser Ökonomie ohne Ethik, ohne soziale und ökologische Dimensionen, in dem nur die Geldvermehrung zählt", voraus.

Hier scheint er nun zu sein, dieser Zusammebruch. Aber welche Schlüsse ziehen wir nun daraus. Lehrt er uns nachhaltiger zu denken? Die Verlockung des schnellen Erfolgs und Geldes bleibt doch nach wie vor hoch. Capra setzt aber auf den Verstand des Menschen. Wir Menschen sollen anhand von ökologischem Denke erkennen, dass wahrer Wohlstand nicht auf einem Bankkonto oder Aktien beruht, sondern auf guter Luft oder gutem Trinkwasser und hoher Lebensqualität. Dazu gehört mehr Zeit, mehr Raum und mehr Zeit für menschliche Beziehungen. Dem stimme ich aus vollem Herzen zu. Und obwohl das mittlerweile die Mehrheit auch tun würde, glaube ich dass da immer noch ein kleines "aber" mitschwingt: Geld gehört zum Wohlstand dazu, und zwar jetzt und nicht erst in 10 oder 20 Jahren...

Trotzdem stimme ich mit Capra überein. Es tut sich etwas mit dem nachhaltigen Denken. Sonnenklar! Die Zeit der Veränderung ist wieder angebrochen. Yes, we can. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Denken nicht wieder von einem neuen Materialismus verdrängt wird.

Susanne Bühler

Sonntag, 3. Mai 2009

Frösche

Die Froschaktion für unser Nachhaltigkeitsprojekt war wirklich ein eindrückliches Erlebnis. Ich kann mich nur noch schwach daran erinnern, dass ich vor Jahren einmal mit meinen Eltern an einem ähnlichen Projekt teilgenommen habe. So war ich sehr gespannt darauf, wie es dieses Mal sein wird.

Insgesamt 312 Amphibien (sowie eine tote Maus =) waren es, die wir aus den Eimern holten und über die Strasse trugen. Das sind doch einige Tiere. Die zuständigen Personen meinten jedoch, dass die Rückwanderung bis jetzt zäh verläuft, da lediglich 2198 Erdkröten sowie 1552 Grasfrösche auf der Rückwanderung erfasst wurden.

Mir war gar nicht bewusst, wie viele Amphibien es bei diesem Weiher tatsächlich gibt und wie die Situation konkret aussieht. Ich war schon unzählige Male an diesem Ort, da er in der Nähe meines Wohnortes liegt und als Spaziergang oder Joggingstrecke sehr geeignet ist. Ich weiss, dass es jeden Sommer unzählige kleine Frösche gibt, die das Wasser verlassen um sich ausserhalb des Weihers einen Lebensraum zu suchen. Die Strasse ist dann jeweils voll mit, zu jenem Zeitpunkt noch winzigen, Fröschchen.

Ich wusste nicht, dass dieser Weiher, zu dem ich immer wieder gerne zurückkehre, ein Amphibienlaichplatz von nationaler Bedeutung ist. Jetzt sehe ich dieses Gebiet mit etwas anderen Augen.

Freitag, 1. Mai 2009

Liebe Studierende
Ihre Berichte und die Fotodokumentation sind toll!
Herzlich, frosch, äh mikesch (Barbara Stehle)

Donnerstag, 30. April 2009

Vielleicht verwandelt sich ja ein Frosch in einen Märchenprinz?!

Als es darum ging, eine Idee zu finden, wie wir etwas für die nachhaltige Entwicklung tun könnten, viel uns das zu beginn ziemlich schwer...! Wir diskutierten lange herum und kamen schliesslich auf die super Idee, dass wir Frösche über die Strasse tragen wollten. In einem Naturschutz von Untereggen gab es diese Möglichkeit und so machen wir uns an diesem Morgen auf nach Untereggen.

Zu beginn hatte ich schon ein wenig ein "mulmiges" Gefühl, da Frösche und Kröten nicht gerade zu meinen Lieblingstieren zählen. Doch mit der Zeit legte sich dieses Gefühl da es so viele Frösche und Kröten gab, die wir über die Strasse tragen konnten.
Durch die zuständige Person konnten wir zusätzliche Informationen über Frösche und Kröten erhalten, die mir sehr nützlich für die Zukunft sind.

Was hat nun Frösche einsammeln mit Nachhaltiger Zukunft zu tun? Auf der einen Strassenseite gibt es einen Weiher. In diesem Jahr laichen mehrere 1000 Frösche im Jahr. Frösche und Kröten befinden sich jedoch immer auf Wanderschaft und müssen somit nach dem Laichen wieder die Strasse überqueren. Obwohl auf dieser Landstrasse nicht viel Autos durchfahren, lagen jeden Morgen bis zu 40 Frösche überfahren auf der Strasse. Somit kam die Idee auf, am Rande der Strasse ein Band zu spannen, damit die Frösche nicht mehr über die Strasse gehen können. Bei den Banden hat es in den Boden eingebaute Eimer, wo die Frösche und Kröten dann hineinfallen. Jeden Morgen kommen freiwillige Helfer/innen und tragen die Frösche und Kröten über die Strasse. Somit überleben jedes Jahr viele Frösche und müssen nicht durch einen tragischen Tod sterben. Frösche und Kröten sind für den Weiher lebenswichtig. Sie schaffen einen Ausgleich und schauen, dass die biologischen Ressourcen im Gleichgewicht bleiben. Wenn es also keine Frösche und Kröten mehr geben würde, wäre das Gleichgewicht nicht mehr vorhanden. Somit denke ich, haben wir für uns eine kleine Tat getan, was jedoch grosse Auswirkungen auf das Ökosystem hat.

Petra Mauchle LG06d/C

Mittwoch, 29. April 2009

Fotodokumentation





Dokumentation in Bildern




Quak, quak!!!

Frosch, Frosch, Frosch, Kröte, Frosch, Kröte, Kröte... So ertönte es diesen Morgen aus unseren Mündern, als wir gemeinsam unser Projekt zur Nachhaltigkeit realisierten.
Wir sammelten in einem Naturschutzgebiet von Untereggen Amphiebien ein. Amphiebien wandern jeweils mehrere hundert Meter oder Kilometer zu ihren Laichplätzen, oft müssen sie dabei gefährliche Strassen überqueren. Zum Gebiet gehört ein grösserer Weiher, der als Amphiebienlaichplatz von nationaler Bedeutung gilt. Da es auch in der Nähe des Weihers viel befahrene Strassen gibt, werden die Wanderwege der Frösche systematisch abgeriegelt und die Tiere aufgefangen. Danach von Hand eingesammelt, gezählt und schlussendlich über die Strasse getragen, wo sie wieder frei gelassen werden. Dieser Arbeit widmeten wir uns diesen Morgen.

Nebst den Erfahrungen dieses spannenden Erlebnis, konnten wir auch viele interessante Informationen aus erster Hand mitnehmen. Die zuständigen Personen, die uns anleiteten, beschäftigen sich schon seit Jahren (an dieser Stelle seit 30 Jahren!) leidenschaftlich mit Amphibien und haben ein dementsprechend grosses Wissen, von dem sie uns sehr gerne erzählten.

Das Projekt steht unter dem Wort Nachhaltigkeit. In welchem Zusammenhang sehe ich unseren Beitrag, unsere Arbeit zur Nachhaltigkeit? Um den Weiher führt eine Schotterstrasse zu zwei Bauernhöfen. Diese ist, ausser für Anwohnerinnen und Anwohner, während der Froschwanderschaft, vor allem nach dem Eindunkeln, gesperrt. Dennoch liegen an einem Morgen bis zu 40 überfahrene Kröten auf diesem Weg. Dafür genügen zwei Autos, die diese Strasse befahren. Dies ist ein klitzekleines Beispiel dafür, wie der Mensch der Natur Schaden zufügt. Es gibt tausende weitere Beispiele... Wir haben heute vielleicht knapp 300 Frösche und Kröten sicher über die Strasse transportiert. Eine klitzekleine Tat, aber ich bin überzeugt, dass viele kleine Taten, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit ergeben!
Hier besteht die kleine Tat darin, die Population der Frösche und somit die Biodiversität zu schützen.

Fadrina Denoth, LG06d

Samstag, 18. April 2009

Nachtrag

Ich habe Ihre Weblogprotokolle überprüft - sie sind alle in Ordnung.
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle

Feedback

Liebe Studierende, die grosse Vielfalt von Erfahrungen, die durch einen einfachen Auftrag zustande gekommen sind, beeindrucken mich. Insbesondere wird aus Ihren Beiträgen deutlich, wie wichtig solche Erfahrungen sind, um die Natur überhaupt wahrzunehmen. Dies gilt nicht nur für die Natur, sondern für alles, was einen umgibt. Achtsamkeit umfasst alles, es ist eine Art Lebenskunst. Dass das Leben dann plötzlich viel intensiver wird, obwohl sich äusserlich nichts Spektakuläres ereignet, haben wohl alle von Ihnen erlebt, sei es, dass Sie beim genauen Hinhören ganz viele Geräusche im Wald gehört haben, sei es der Geruch, die Veränderung eines Biotops im Lauf der Jahre... Mit allen Sinnen wahrnehmen, das hat viel mit Achtsamkeit zu tun und mit einer Intensität des Lebens. Ich weiss, dass häufig die Zeit knapp ist, der Stress gross, aber braucht Achtsamkeit wirklich mehr Zeit? Sehr deutlich ist geworden, dass die Verbundenheit mit der Natur die Grundlage ist für nachhaltiges Handeln. Diese bringen Kinder nicht selbstverständlich von zu Hause mit, oder immer weniger. Darum ist sehr wichtig, Kindern genau diese Erfahrungen zu ermöglichen, die Sie durch diesen Auftrag gemacht haben. Schön, wenn dies eine nachhaltige Erfahrung bleibt!
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle alias mikesch

Donnerstag, 19. März 2009

Stressfrei

Ich habe den ganzen Tag an der Bachelorarbeit gearbeitet und das Bedürfnis nach frischer Luft ist stetig gestiegen. In meine Turnschuhe geschlüpft und die Jacke gepackt bin ich nun unterwegs in den nahe gelegenen Wald. Frischer Abendwind streicht um mein Gesicht und durchkämmt meine Haare. Vereinzelt höre ich Vogelstimmen und in der Ferne höre ich die Steinach rauschen. Ich atme tief durch. Es riecht nach Frühling. Ich fühle mich gut. Schon sehe ich den Wald, der sich langsam wieder zu einem dichten Grün entwickelt. Ich bin zufrieden mit meiner heutigen Arbeit und geniesse nun die Ruhe, die sich immer mehr von der Umgebung auf mich überträgt. Diese Stille beruhigt und gibt Geborgenheit. Ich habe Zeit nachzudenken und gleichzeitig auch von den täglichen Problemen Abstand zu nehmen. Die Natur hat ihre eigenen Regeln und alltäglichen Zwänge und Vorschriften verlieren ihren Wert. Ich fühle mich frei von Einschränkungen und Zurechtweisungen. Das Gefühl nur ein kleiner Teil des Ganzen zu sein, lässt mir meine Sorgen aus dem Alltag kleiner erscheinen und manchmal sogar vergessen.
Die Natur kann Kraft oder einfach nur Freude schenken und Staunen verursachen. Bei mir hat vor allem das Staunen Einfluss auf mein Verhalten bezüglich nachhaltiger Zukunft. Ich möchte nicht, dass diese Wunder der Natur, kaputt gehen oder verschwinden.
In unserer Zeit, in der Schnelligkeit und Stress immer mehr forciert wird, sind Orte der Ruhe sehr wichtig. Der Lebensstandard in Städten steigt, sobald es Grünbereiche (Natur) in der Nähe gibt, welche leicht zu erreichen sind. Das zeigt, wie wichtig uns die Natur ist. Und dazu will ich / sollen wir Sorge tragen.

Susanne Bühler 06Cd

Musik in meinen Ohren

Für diesen Auftrag, ging ich eine Stunde im Wald spazieren. Es isch schon erstaunlich, wie viel man hört, wenn man genau hinhört! Vor allem die vielen verschiedenen Vögel, sind eine wahre Freude für mein Gehör! Aber auch das Rascheln der Blätter, verursacht durch den Wind, lässt mein Herz höher schlagen! Von weit her, hörte ich sogar noch das Plätschern eines Baches.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, was die Natur zu stande bringt. Die schönsten Farben, Formen und Geräusche dieser Welt findet man nach wie vor in der Natur selber. Es ist deshalb umso wichtiger, dass wir uns um sie kümmern, so dass sie nie verstummen wird.
Was ich auch noch gerne mache, ist auf eine Wiese liegen und in den Himmel starren. Ziehen Wolken daran vorbei, sind der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Noemi Frick LG06C

Mittwoch, 18. März 2009

Mittwoch, 18. März

Spaziergang zum Biotop

Letzten Sonntag fragte mich mein Vater, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm wieder mal ins Biotop Espel zu gehen. Ich war schon sehr lange nicht mehr dort und darum dachte ich mir, "warum nicht"! Gleichzeitig konnte ich diesen Spaziergang gut für meine Blogarbeit gebrauchen:-).

Das letzte Mal, als ich dort war, war vor ungefähr 3 Jahren. Darum war ich umso mehr gespannt, was mich dort erwartete. Und tatsächlich sah das Biotop ganz anders aus, als ich es in Erinnerung hatte. Da das Biotop an einem schattigen Ort liegt, gab es noch ganz viel Schnee. Das Wasser war beinahe bis zum Grund gefroren. Ich war sehr überrascht, so viel Schnee und Eis dort anzutreffen. Bei uns im Dorf kann man beinahe kein Schnee mehr sehen, weil es schon zu warm ist. An diesem Ort kam man sich wie in einem Märchen vor.
Um mit mehreren Sinnen wahrnehmen zu können, habe ich die Augen geschlossen. Ich habe den Geruch des Biotops in mich aufgesaugt und es hat ganz speziell gerochen. Noch nicht nach Frühling, sondern wirklich noch nach Winter. Ich konnte auch noch keine grossen Geräusche ausmachen. Die Vögel sind noch nicht beim Biotop angekommen.

Als ich so da stand mit geschlossenen Augen, fühlte ich mich sehr wohl, befreit und unheimlich glücklich. Diese frische Luft hat mir unheimlich gut getan. Ich habe mir dann so überlegt, was wäre, wenn ich in einer riesen Stadt leben würde und es diese frische Luft nicht mehr geben würde? Ich könnte es mir nicht vorstellen...! Es ist mir unheimlich wichtig, diesen unberührten Platz so zu erhalten, wie er ist. Ich muss gestehen, dass ich nicht sehr oft an der frischen Luft bin. Bleibe gerne zu Hause... doch dieser Spaziergang hat mir wieder mal gezeigt, wie gut es meiner Seele tut, an die frische Luft zu gehen und in Stille die Natur geniessen zu können.

Petra Mauchle LG06d/C

Montag, 16. März 2009

Auftanken in der Natur

Woher soll ich mir – wo doch die Zeit sowieso mehr rennt als geht - jetzt auch noch die Zeit nehmen, um mich eine Stunde alleine in die Natur zu setzen? – Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, der beim Durchlesen dieses Wochenauftrages solche, oder zumindest ähnliche Gedanken durch den Kopf schwirrten.

Da mir heute jedoch ein freier Nachmittag gegönnt war und zudem die Sonne so herrlich schien, habe ich mir bereits heute die Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang genommen. Der Weg führte mich den Hügel hinauf bis zum Waldrand, wo ich auf einer Bank für ein paar Minuten die Aussicht auf den See genoss. Bei diesem Anblick und beim bewussten Wahrnehmen der Umgebungsgeräusche fühlte ich mich irgendwie ein Stück freier als üblich. So ganz alleine zu sein, von niemandem beobachtet zu werden und stattdessen auf die Wohnhäuser hinunterzublicken war irgendwie ein tolles Gefühl. Ich fühlte mich sofort viel stärker mit der Natur verbunden. Die Menschen da unten erschienen plötzlich so klein. Das einzige, was mich gerade störte, waren die Fahrzeuge, die auf der Autobahn nicht weit entfernt von mir vorbeibrausten.
Eigentlich schon erstaunlich was das Zurücklegen von nur ein paar Hundert Metern auslösen kann. In solchen Momenten bin ich jeweils besonders dankbar dafür, dass es noch solche Orte zum Auftanken in der Natur gibt. Gleichzeitig wird mir aber bewusst, dass jeder einzelne Mensch etwas tun muss, um diese Natur so zu erhalten.

Nach der Rückkehr von meinem Spaziergang kann ich vor allem mit einem Ratschlag an meine Mitstudentinnen und Mitstudenten gelangen: nehmt euch die Zeit – trotz Bachelorarbeit-Stress und Ähnlichem – vielleicht lohnt es sich, und auch eure Batterien werden von der Natur wieder etwas geladen.

Ursina Landolt, LG06Cb

Sonntag, 15. März 2009

Ich wünsche mir...

Diese Woche machte ich einen Spaziergang an der Mündung des Alten Rheins in den Bodensee. Die Gegend ist mir sehr vertraut und mit vielen Erinnerungen verknüpft. Wenn ich dort bin, am Seeufer entlang gehe, meinen Blick über die Wasseroberfläche gleiten lasse und das vertraute Geräusch der an das Ufer schwappenden Wellen höre, dann kann ich meistens gar nicht anders, als „mit allen Sinnen“ dabei zu sein. Am Seeufer komme ich immer wieder zur Ruhe und kann wunderbar nachdenken oder mich einfach gehen lassen. Auch dieses Mal war es nicht anders. Es ist fast unmöglich zu beschreiben, was einem diese Augenblicke bringen. Ich glaube, man muss es einfach erfahren und spüren, damit man weiss, was dieses Gefühl auslöst.
Ich fühle mich auf jeden Fall sehr stark mit der Natur verbunden und mir wird jedes Mal bewusst, wie ich den Aufenthalt in der Natur in meinem Alltag brauche. Meine Bemühungen zu einem Handeln für eine nachhaltige Zukunft haben auf jeden Fall mit diesem Bewusstsein zu tun. Ich glaube aber nicht, dass die Menschen schon bereit sind etwas für die Natur zu tun, wenn sie ihnen am Herzen liegt. Ich glaube sie müssen auch sehen, dass es ihr schlecht geht und dass sie zerstört wird. Und am allerwichtigsten ist, dass sie verstehen, dass es auch ihnen schlechter gehen wird. Je mehr einem diese Abhängigkeit bewusst ist, umso mehr tut man etwas dafür…
Ich wünsche mir, dass viele Menschen ganz oft an einem See entlang spazieren!

Fadrina Denoth LG06Cd

Freitag, 13. März 2009

Achtsam sein

Freitag der 13. März

Ich habe mir wirklich viel Mühe gegeben, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen. Es sind auch viele kleine Dinge aufgefallen. Ich lösche jetzt immer alle Lichter, wenn ich aus dem Zimmer gehe. Seit ich meiner Mutter von dem Fussabdruck erzählt habe, spricht sie mich immer wieder darauf an (da habe ich mir wohl selber ein Ei gelegt). Vor allem ist mir diese Woche das Wetter aufgefallen. Denn am Montag hat es kurze Zeit immer wieder geschneit, während dazwischen die Sonne wieder hervor kam. Einmal hat es sogar geschneit, während die Sonne schien. Auch dass die Vögel zu zwitschern beginnen ist mir aufgefallen. Diese Jahreszeit liebe ich genau deswegen am liebsten. Wenn es langsam wärmer wird, die Vögel zu zwischtern beginnen und der Schnee schmilz, riecht die Luft immer ganz speziell! Nach Frühlig halt. Da ich die halbe Woche krank war, habe ich dann vor allem auf meinen Körper geachter. Was für Zeichen gibt er mir, was braucht er, damit es mir schnell wieder besser geht? Das finde ich genau so wichtig, wie auf die Umwelt zu achten.

Noemi Frick LG 06C d
Mit offenen Augen durchs Leben

Achtsam wahrnehmen.... Unser Auftrag lautete, Achtsam wahrnehmen auf ein Post-it zu schreiben. Ich habe jedoch gemerkt, dass ich dieses Post-it gar nicht mehr benötige. Seit wir das Modul Nachhaltigkeit begonnen haben, laufe ich sowieso achtsamer durchs Leben. Mir fallen viele Dinge auf, die ich vorhin vielleicht wahrgenommen habe, jedoch nicht bewusst.
In dieser Woche sind mir viele kleine Dinge aufgefallen...vorallem zu Hause. Mein Bruder löscht das Licht sehr selten, wenn er ein Zimmer für eine Weile verlässt, meine Mutter benutzte beim Wasser kochen der Spaghetti keinen Deckel, meine Schwester hatte den Computer die ganze Zeit eingestellt, obwohl sie ihn nicht gebraucht hat. Solch kleine Sachen wären mir vorhin vielleicht nicht so aufgefallen. Ich habe sie darauf angesprochen und es hat tatsächlich etwas genützt. Mit offenen Augen durchs Leben gehen, ist gar nicht so schwierig, wie ich immer gedacht habe. Man muss einfach den Mut dazu haben.
Doch nicht nur bei den anderen ist mir vieles aufgefallen. Auch ich nehme Dinge anders wahr. Letzthin sass ich am Computer. Er steht direkt vor dem Fenster. Ich konnte das Wetter nicht sehen, da ich mit dem Rücken zum Fenster sass. Aber auf einmal wurde es dunkel und kaum war es dunkel, schien danach sofort die Sonne wieder. Dieses Wetter hat mich so irritiert, dass ich nicht mehr weiterarbeiten konnte und einfach das Wetterphänomen geniessen musste.
In der Woche viel mir auch noch auf, dass bereits die ersten Vögel am zwitschern sind. Ich hoffe der Frühling kommt bald:-)?!
Allgemein kann ich über diese Woche nur positives Berichten. Ich komme gut mit meiner Bachelorarbeit voran, konnte mit vielen Menschen lachen und fühlte mich einfach nur wohl.

Petra Mauchle LG06dC

Mittwoch, 11. März 2009

Touristenblick

Letztes Wochenende verbrachte ich zwei Tage in Colmar. Eine bezaubernde Stadt im Elsass mit vielen Riegelbauten und gutem Essen. Ich wanderte durch die Strassen und bestaunte die Häuser. Ich schaute mir alles ganz genau an und es schien mir, als wollten meine Augen alles bis ins kleinste Detail wahrnehmen und registrieren. „Schau mal hier und schau mal da…“ Dieses Verhalten legen einzig Touristen an den Tag. Da alles zum ersten Mal gesehen wird, erscheint einem die Umgebung neu, interessant und speziell. Wie ist es, wenn ich meine alltägliche Umgebung mit den Augen eines Touristen versuche zu beobachten? Dies ist etwa das Verhalten, welches der Postich-Zettel „Achtsam wahrnehmen, achtsam leben“ hervorruft. Die Umwelt wird bewusster und mit mehr Interesse und Neugier wahrgenommen. Möbel im eigenen Haus sehen plötzlich fremd und doch eigentlich ganz schön und nicht nur „normal“ aus. Das unterste Haus an der Strasse hat auf einmal weisse Spitzenvorhänge mit einem Elefantenmuster in den Fenstern hängen. Die Frau an der Bushaltelle, welche ich jeden Tag am Morgen begrüsse, hat ein kleines Muttermal am linken Nasenflügel und an der Hecke sind bereits die Knospen zu sehen. Die Welt erscheint einem auf einmal neu. Und wie schön doch auch die Heimatstadt St.Gallen ist! Ich habe in der letzten Woche meine Umgebung bewusster wahrgenommen. Allerdings brauchte es immer wieder einen Anstoss. Zu schnell gewöhnt man sich an seine Umwelt und Mitmenschen. Ich denke es würde uns aber gut tun, immer wieder mal mit einem Touristenblick durch den Alltag zu wandern.

Susanne Bühler 06Cd

Offene Augen...

Mich, meine Mitmenschen, meine Umwelt, das Leben ganz achtsam wahrnehmen… eine ganze Woche lang, quasi als Hausaufgabe? Das tönt für mich ziemlich anstrengend und relativ sinnlos. Ich gehe grundsätzlich nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt…
So führe ich diese Woche keine Liste, sondern lasse jetzt meine Woche mental Revue-passieren und schreibe mal auf, an was für achtsame Momente ich mich gerade erinnern werde:
Ich habe mich riesig über die Abendsonne gefreut, die nun nach vier Monaten wieder ihr orange-rotes Licht durch das Fenster meines Zimmers schickt. Ich lag auf meinem Bett, die Sonne im Gesicht und habe mich sehr wohl gefühlt. Ich erinnere mich an den Wind, der diese Woche oft kräftig blies, der die Bäume zum Rauschen brachte, durch mein Haar wehte und hunderte von weissen Schaumkronen auf die Seeoberfläche zauberte. Dieser Anblick liess mich sogar einen ausgiebigen Spaziergang am Seeufer machen… Ich beobachtete Seevögel und hörte die vertrauten Geräusche des Hafens. Seit längerer Zeit prasselte wieder einmal der Regen zu dem Zeitpunkt auf das Dach, als ich am Abend im Bett lag. Ich liebe dieses Geräusch. Es beruhigt mich jedes Mal und lässt mich irgendwie Geborgenheit spüren. Ich erinnere ich an bestimmte Momente dieser Woche, die ich mit Menschen verbrachte, mit denen ich lachen konnte, bei denen ich mich richtig wohl fühlte. Ich erinnere mich weiter an Momente, in denen ich staunen konnte… Mir fällt auf, dass ich diese Woche sehr viele positive Sachen aufschreiben kann. Doch für mich bedeutet achtsam werden, achtsam leben, auch negatives wahr zu nehmen, keine Ignoranz zu zeigen, hinzuschauen und hinzuhören. Also ganz das Motto: Ich gehe grundsätzlich nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt…
Fadrina Denoth. LG06Cd